20 Jahre OTTO Office: Von Fotomodellen, Pappkarten und nächtlichen Bürostreichen

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In diesem Jahr feiern wir unser 20-jähriges Firmen-Jubiläum. Sie wissen es selbst: In den letzten 20 Jahren hat sich vieles verändert. Hier im Blog nutzen wir die Gelegenheit, um auf die Veränderungen in Büros und längst vergessene Büroartikel zurückzublicken. Heute schauen wir zurück auf 20 Jahre bei OTTO Office. Was hat sich an den Aufgaben, der Arbeitsatmosphäre und dem Büroalltag verändert? Diese und weitere Fragen habe ich meinem Kollegen Markus Reichert, Leiter der Disposition bei OTTO Office, gestellt. Er hat als Mitarbeiter der ersten Stunde alle Entwicklungen bei OTTO Office hautnah miterlebt.

 

Markus, du bist seit 20 Jahren bei OTTO Office. Erzähl doch mal: Was war dein erster Job und wie sieht dein Arbeitsgebiet heute aus?

Seit meinem ersten Tag bin ich bei OTTO Office im Bereich der Disposition tätig und kümmere mich seitdem um die Bestandsführung. Ich sorge also dafür, inzwischen als Leiter der Dispo, dass immer ausreichend Ware vorhanden und lieferbar ist. Damals waren wir im Unternehmen viel weniger Leute, sodass der Tätigkeitsbereich eines jeden Einzelnen größer war. Wenn Hilfe in anderen Bereichen benötigt wurde, war es ganz normal, dass dort ausgeholfen wurde. So kam es vor, dass wir dann schon mal Aufgaben des Einkaufs miterledigt haben und umgekehrt. Heute ist das nicht mehr nötig. Wir unterstützen uns natürlich nach wie vor gegenseitig, aber die Strukturen sind deutlich gefestigter – ein Rädchen greift in das andere.

Markus Reichert ist seit Beginn bei OTTO Office

Markus Reichert ist seit Beginn bei OTTO Office

 

Wie sah dein Schreibtisch damals aus und wie hat sich dein Arbeitsplatz im Laufe der Zeit verändert?

Da fällt mir als erstes der kleine 14 Zoll Monitor ein, der früher auf meinem Schreibtisch stand. Der musste den zwei großen Bildschirmen weichen, die dort heute stehen. Mit der Zeit und der technologischen Entwicklung hat die Zahl der geöffneten Fenster und Programme deutlich zugenommen. Auch die Büros sahen noch anders aus. Früher gab es ein Großraumbüro, in das alle Mitarbeiter zusammen gepasst haben. Mit einem Griff über den Schreibtisch war man quasi direkt in der nächsten Abteilung. Heute besitzt jede unserer Abteilungen ein eigenes großes Büro.

Damals wurde zur Bestandsaufnahme auch noch jeder unserer Artikel auf einer Pappkarte festgehalten – den sogenannten Dispokarten. Aus heutiger Sicht unvorstellbar: Wenn wir das nicht schon längst digital erledigen würden, müssten wir bei den mehr als 20.000 Artikeln in unserem Sortiment allein für die Dispokarten einen neuen Gebäudeteil anbauen.

 

In 20 Jahren OTTO Office hast du doch sicherlich auch viel Kurioses erlebt, oder?

Da gibt es einige Geschichten. Ein Highlight gab es 1997. Damals wurden meine Kollegen und ich als Fotomodelle für unseren Katalog eingesetzt. Wir kamen ins Fotostudio und dann standen dort die anderen Katalogmodels – die haben sich garantiert auch gefragt, was wir denn dort verloren haben. Großartig überreden musste man uns dazu nicht – das war mal etwas ganz anderes und eine sehr witzige Erfahrung. Leider ist die Arbeitskleidung, die wir beworben haben, nicht so eingeschlagen – die wurde dann relativ schnell wieder aus dem Sortiment genommen.

Natürlich gab es auch mal das ein oder andere Scharmützel. Unvergessen bleibt zum Beispiel die heimliche Bürovergrößerung. Wir sind morgens zur Arbeit gekommen und haben die Stellwände der Kollegen weitergerückt, um selbst mehr Platz in unserem Bereich zu haben. Die Kollegen haben sich dann aber gerächt und die Stellwände innerhalb kürzester Zeit wieder zurückgeschoben.

Katalogmodells 1997

Die OTTO Office Mitarbeiter sprangen auch als Katalogmodelle ein

 

Werfen wir einen Blick in die Glaskugel: Was glaubst du? Wie wird sich die Arbeitswelt in den kommenden 20 Jahren verändern?

Es wird sich sicherlich noch einiges tun, was die technische Unterstützung und die IT-Welt betrifft. Im Vergleich zu den vergangenen 20 Jahren glaube ich aber nicht, dass es vergleichbare Quantensprünge geben wird. Ich rechne eher mit einer weiteren Vereinfachung der bestehenden Dinge, wie beispielsweise der Kommunikation zum Kunden. Ich erwarte einen fließenden Übergang, den wir nur leicht merken werden – so wie auch in den vergangenen 20 Jahren. Ich bin skeptisch, wenn es darum geht mir den Büro-Roboter vorzustellen, der uns allen in Zukunft die Arbeit abnimmt. Bereits vor 20 Jahren war die Rede vom papierlosen Büro – durchgesetzt hat sich das aber bis heute nicht. Eine genaue Prognose finde ich deswegen schwierig. Lassen wir uns doch einfach überraschen.

 

Vielen Dank für das Gespräch, Markus… und auf die nächsten 20 Jahre!

 


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