Chef-Erfindung? Dieser Büro-Roboter soll Angestellten bei Problemen helfen

Roboter sind aus der Industrie schon seit Jahrzehnten nicht wegzudenken. Auch den Privathaushalt beginnen die saugenden und rasenmähenden Gehilfen zu erobern. Und demnächst könnte die Robotik in die Bürowelt Einzug halten. So stellt das Unternehmen Cobalt einen Büro-Roboter her, der optisch einer Brettspiel-Spielfigur ähnelt. Aufgaben: Zwischenfälle melden und mit den Angestellten interagieren. Was bringt das?

 

Büro-Roboter: Der neue Kollege?

In der Industrie sind Roboter allgegenwärtig, die Bestandszahlen werden in den nächsten Jahren kräftig wachsen. An vielen Stellen des Produktionsablaufs haben Roboter die menschliche Arbeitskraft bereits ersetzt.

Ein präzise und schnell agierender Industrieroboter mit seinen metallenen Greifarmen wirkt faszinierend, aber auch etwas bedrohlich. Im Büro haben sich solche Genossen bislang nicht durchgesetzt. Das könnte sich aber ändern, das Start-up Cobalt hat einen smarten Büro-Roboter kreiert:

 

Spielfigur mit künstlichem Gehirn

Cobalt wurde von zwei Robotik-Experten gegründet, die zuvor bei Google intelligente Kontaktlinsen entwickelt haben. Cobalt hat sich zum Ziel gemacht, Büro-Roboter so dezent und freundlich wie möglich zu gestalten.

Der Cobalt-Roboter soll als stiller und angenehmer Diener und Wachposten durch die Büroetagen gleiten. Er besitzt keine Metallarme, keine Leuchtaugen, keine Schnarrstimme. Er versucht nicht, die menschliche Anatomie zu imitieren.

Der stumme Diener wirkt wie eine menschengroße schlichte Spielfigur. Sein Äußeres ist mit Stoff verkleidet, an seiner Oberkante ist ein Touchscreen befestigt. Dieser Büro-Roboter will Ihnen nicht den Arbeitsplatz wegnehmen, er ist für andere Aufgaben vorgesehen.

 

Büro-Roboter für mehr Sicherheit und Service?

Büro-Roboter von Cobalt überwachen Räume Tag und Nacht. Sie melden Unfälle und Einbrüche. Sie führen Besucher zu ihren Zielorten und fahren nachts Patrouille. Wenn es im Büro technische Probleme wie versagende Drucker, verstopfte Abflüsse oder defekte Büroleuchten gibt, kann man über den Touchscreen des Roboters Kontakt zum zuständigen Personal aufnehmen.

Der neu entwickelte Büro-Roboter stiehlt uns also nicht den Arbeitsplatz – er ist weniger mit Fähigkeiten ausgestattet, die menschliche Kompetenzen ersetzen. Er soll für mehr Sicherheit und Service sorgen. Ob das funktioniert? Eine Eingewöhnungsphase mit den still gleitenden Spielfiguren wird sicherlich erforderlich sein …

 

 

Bildquelle: yacobchuk / 123RF Lizenzfreie Bilder


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