Büroplanung (Teil 1): Die Bürosuche – Direktmiete oder Coworking-Arbeitsplatz?

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Die Auswahl eines geeigneten Büros ist ein wichtiger Teilschritt bei der Gründung eines Unternehmens. Dabei fällt die Entscheidung oft zwischen der klassischen Direktmiete und einem Coworking-Arbeitsplatz. Welche Variante die beste Lösung darstellt, hängt unter anderem von der Größe des Start-ups und dem zur Verfügung stehenden Budget ab.

 

Coworking-Arbeitsplatz: Flexible Arbeitsgemeinschaft für Selbstständige

Ein Coworking-Arbeitsplatz zeichnet sich durch eine ganze Reihe von Vorteilen aus:

  • Die Büroflächen können kurzfristig und ohne großen bürokratischen Aufwand gemietet werden.
  • Wenn es schnell gehen soll, sind Coworking-Spaces somit die perfekten Lösungen.
  • Sie profitieren womöglich von einem kreativen Austausch mit anderen Unternehmern, die ebenfalls in den Räumlichkeiten arbeiten. Das kann nützliche Synergien für die tägliche Arbeit mit sich bringen. Wer als Selbstständiger einen Coworking-Arbeitsplatz mietet, muss trotz der Arbeit in Eigenregie nicht auf das Gemeinschaftsgefühl verzichten.
  • Ein Coworking-Arbeitsplatz punktet mit Flexibilität: Die Vertragslaufzeiten können variabel gestaltet werden – in der Regel sind die Büroflächen monatlich kündbar.
  • Weil die meisten Coworking-Spaces vollständig ausgestattet sind, entfallen auch die Kosten für Büromöbel.
  • Zur Ausstattung von Coworking-Büros gehören aber nicht nur Tische und Stühle, sondern auch Gemeinschaftsküchen. Die entsprechenden Räume dienen der unkomplizierten Verpflegung während des Arbeitstags und regen zum Austausch an.

 

Direktmiete eines Büros: Für Unternehmer mit Planungssicherheit

Im direkten Vergleich mit einem Coworking-Arbeitsplatz ist die Direktmiete auf den Quadratmeter gerechnet womöglich günstiger, da keine zusätzlichen Serviceleistungen wie die Bereitstellung von technischem Equipment bezahlt werden müssen.

Da sowohl die Möblierung als auch die Technikausstattung selbst finanziert werden muss, relativiert sich dieser Vorteil aber schnell. Außerdem kommt die Direktmiete nur dann in Frage, wenn eine langfristige Lösung gesucht wird: Mindestvertragslaufzeiten von drei Jahren sind keine Seltenheit.

Darüber hinaus fordern Vermieter von Jungunternehmern umfassende Absicherungen, die das Risiko einer möglichen Zahlungsunfähigkeit auf ein Minimum reduzieren. Weil Start-ups nur selten hohen Bonitätsansprüchen gerecht werden können, eignet sich die Direktmiete deshalb eher für Unternehmen mit entsprechender Planungssicherheit.

Coworking-Arbeitsplatz und Direktmiete: Welche Lage – und welches Budget?

Bevor Sie sich auf die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten machen, gilt es die wichtigsten Kriterien zu benennen:

  • Dazu zählt zum Beispiel die Lage des Büros: Falls regelmäßig Kunden empfangen werden, ist womöglich ein repräsentatives Gebäude mit guter Anbindung zur Innenstadt von Vorteil.
  • Zusätzlich sollte von Beginn an ein fixes Budget definiert werden, das bei der Suche nach einem Büro als Orientierung dient. Hinweis: Das sogenannte Bestellerprinzip hat bei Gewerbeimmobilien keine Gültigkeit – ob der Vermieter oder der künftige Mieter eine Maklerprovision zahlt, hängt von der jeweiligen Immobilie und den Absprachen mit dem Makler ab.
  • Je nach Größe des Unternehmens können weitere Kriterien von Bedeutung sein: Wie sieht es mit Lunch-Optionen für die Angestellten aus? Gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten für Kunden und Lieferanten?
  • Im Idealfall wird ein Hauptansprechpartner bestimmt, der sich um die Bürosuche kümmert, Gespräche führt und entsprechende Termine vereinbart.

Fazit: Die Auswahl einer optimalen Bürofläche umfasst viele kleine Teilschritte. Ob die klassische Direktmiete oder ein flexibler Coworking-Arbeitsplatz die richtige Wahl ist, kommt auf die Ausgangssituation und Anforderungen des jeweiligen Klein-Unternehmens an.

 

 

Bildquelle: © mooshny – Fotolia.com


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