Computerarbeit und Pausen: Wie viele PC-Stunden sind ungesund?

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Im digitalen Zeitalter gehört die Computerarbeit für viele Menschen zum Berufsalltag. Die stundenlangen Arbeitsphasen vor dem Bildschirm stellen eine enorme Belastung dar und können zu gesundheitlichen Problemen führen – Computerarbeit ohne Pausen erhöht das Risiko deutlich.

 

Die Folgen von Computerarbeit ohne Pausen

Pausenlose Computerarbeit kann eine ganze Reihe von körperlichen Beschwerden mit sich bringen:

  • Dazu zählen unter anderem Farbsinnstörungen und Minderungen der Sehschärfe.
  • Neben einer Beeinträchtigung der Augenfunktionen kann die Arbeit vor dem Bildschirm auch zu chronischen Rückenschmerzen führen. So geht die Computerarbeit häufig mit einer verkrampften Sitzposition einher, was die Gefahr für ein schmerzhaftes Rückenleiden zusätzlich erhöht.
  • Außerdem kann die Arbeit an PC und Notebook sowohl zur körperlichen als auch zur mentalen Ermüdung führen. Konzentrationsprobleme und eine ganzheitlich eingeschränkte Leistungsfähigkeit sind die Folgen.

Experten für Ergonomie am Arbeitsplatz stellen immer wieder klar: Computerarbeit mit Pausen senkt keinesfalls die Produktivität, sondern sichert und steigert sogar die Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern.

Ihre Empfehlung lautet: „Bei stark vorbestimmten Arbeiten, wie z. B. Daten- und Texterfassung oder im Call Center, sollte die Bildschirmarbeit möglichst auf vier Stunden pro Tag begrenzt und Tätigkeitswechsel eingeplant werden.“ Wer solange arbeitet, müsse bereits mit Sehschärfeminderungen und Farbsinnstörungen rechnen. Allerdings stellen sie auch fest: „Leider ist das in der Praxis kaum umsetzbar.“

 

Wie sich in Computerarbeit Pausen einbinden lassen

Wer in seine Computerarbeit kurze Pausen einbaut, ermöglicht eine gezielte Regeneration. Die sogenannte Bildschirmarbeitsverordnung liefert sinnvolle Anhaltspunkte für die praktische Umsetzung: Grundsätzlich wird pro Arbeitsstunde mit Computer oder Laptop zu einer Pause von fünf bis zehn Minuten geraten.

Allerdings gibt es seitens der Arbeitnehmer kein Recht auf eine bezahlte Arbeitsunterbrechung. Computerarbeit mit Pausen wird meist durch sogenannte Mischarbeit erreicht: durch den Gang zum Drucker, ein Arbeitsgespräch mit Kollegen, ein Telefonat oder einen Kundentermin.

 

Kurzpausen und ergonomische Büroausstattung kombinieren

Kurze Pausen wirken den Erschöpfungssymptomen entgegen und verhindern die geistige Ermüdung. Im Idealfall wird die Bildschirmpause für einen kurzen Spaziergang oder leichte Dehnübungen genutzt, um den Körper gezielt zu entlasten.

Als ergänzende Maßnahme empfiehlt sich die Investition in komfortables Mobiliar. Dazu gehören zum Beispiel höhenverstellbare PC-Tische und bequeme Stühle mit ergonomisch geformter Rückenlehne. In Kombination mit Kurzpausen wird so gesundheitlichen Beschwerden vorgebeugt und die Produktivität gesteigert. Die Arbeitsunterbrechungen entlasten die Augen und fördern die geistige Entspannung.

 

 

Bildquelle: © Drobot Dean – Fotolia.com


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