iSpy im Office: So richten Sie eine günstige Büroüberwachung per Webcam ein

Büroüberwachung via Webcam

Sie müssen nachts ein Büro oder Gelände überwachen? Oder es verschwindet am helllichten Tag immer wieder auf unerklärliche Weise teures Arbeitsmaterial? Wenn die rechtliche Grundlage vorhanden ist, muss eine technische Lösung her. Mit diesen Tools ist eine Überwachungskamera schnell und günstig installiert.

Wenn Sie wissen wollen, was in Ihrem Büro oder anderen Räumen passiert, müssen Sie kein Sicherheitsexperte oder PC-Freak sein. Mit den richtigen Programmen stellen Sie eine veritable Sicherheitslösung innerhalb von Sekunden scharf. In der Regel benötigen Sie dazu nur einen Computer samt Webcam.

Haben Sie eine solche Internetkamera nicht parat, tut es auch ein Smartphone mit Kamerafunktion, etwa ein altes, das nicht mehr verwendet wird.

 

Die Gratis-Überwachungskamera mit iSpy – so geht‘s

Ihr Computer verfügt über eine Webcam? Wunderbar, dann haben Sie die Hardware für eine gezielte Raumüberwachung schon parat. Fehlt nur noch die Software.

Hierfür bietet sich das kostenlose Programm iSpy an. Die OpenSource-Software reagiert auf Bewegungen und Geräusche (Mikrofon vorausgesetzt) und legt dann mit der Aufnahme los. Die Aufzeichnungen landen als Flash-Datei auf der Festplatte und lassen sich mit jedem Browser abspielen. Ebenfalls möglich ist eine Live-Übertragung auf andere internettaugliche Geräte wie Notebooks, Tablets und Smartphones.

So klappt die iSpy-Einrichtung:

 

1. Sprache und Webcam-Auswahl

Nach der Installation  von iSpy ändern Sie mit Klicks auf „Settings“ und „Englisch“ die Sprache auf „Deutsch“. Danach wählen Sie die Webcam aus. Dazu klicken Sie auf „Hinzufügen“, „Lokale Kamera“ und „OK“. Hat alles geklappt, sollte das Live-Bild der Webcam erscheinen.

2. Lokal speichern

Klicken Sie nun im Hauptmenü auf „Aufnahme bei Bewegung“. Ab sofort erstellt die Webcam Videoaufzeichnungen, sobald sich etwas bewegt. Die entsprechenden Aufnahmen lassen sich, wenn Sie wieder am PC sind, per Klick aufs Vorschaubild abspielen. Mit einem Klick auf „Aufnahme beenden“ deaktivieren Sie die Überwachungskamera wieder.

3. Live-Überwachung per Internet

Möchten Sie das Bild der Webcam in Echtzeit auf einem anderen PC verfolgen? Dann benötigen Sie ein iSpy-Konto. Klicken Sie dazu auf „Webeinstellungen“, „Erstellen Sie ein neues Konto“ und folgen Sie den weiteren Anweisungen. Melden Sie sich anschließend mit Ihren Anmeldedaten unter „Webeinstellungen“ an.

Begeben Sie sich nun an einen anderen PC und öffnen Sie dort die iSpy-Internetseite. Melden Sie sich per Klick auf „Login“ an. Wenn Sie links auf „Cameras“ und auf das Vorschaubild klicken, können Sie live verfolgen, was in Ihrem Büro vor sich geht. Leider klappt das in der Gratis-Version nur im gleichen Netzwerk.

Wer tatsächlich von überall auf seine Kameras zugreifen will oder per E-Mail oder SMS über einen Alarm informiert werden möchte, muss ein kostenpflichtiges Abo (ab rund 4 Euro pro Monat) abschließen.

 

Überwachungskamera via Smartphone

Auch ausrangierte Smartphones eignen sich hervorragend zur Überwachung. Durch Apps wie „IP Webcam“, „Fritz! Cam Lab“ (Android) oder IP Cam (iOS) mutieren Handys zu kabellosen Überwachungskameras, die sich nahezu überall unauffällig positionieren lassen.

Die Apps funktionieren ganz einfach: Nach dem Start zeigen sie eine Internetadresse an. Die müssen Sie nur an einem Computer oder einem anderen internettauglichen Gerät  eintippen – und schon erscheint das Live-Bild. Das funktioniert im eigenen Netzwerk problemlos. Wer auch übers Internet auf die Kamera zugreifen will, benötigt etwas Knowhow.

 

Rechtliches: Wo darf man per Kamera überwachen?

In der Firma Big Brother zu spielen, ist zwar technisch einfach, juristisch aber bedenklich: Denn die Persönlichkeitsrechte von Kollegen und Angestellten sind – zu Recht – gut geschützt.

Eigentlich dürfen Überwachungskameras am Arbeitsplatz daher nur dann zum Einsatz kommen, wenn konkrete Hinweise für eine Straftat vorliegen. Oder es gibt wichtige Gründe für die Überwachung, etwa wertvolle, gelagerte Gegenstände oder die Sicherung von wichtigen Anlagen.

Faustregel: Gibt es einen Betriebsrat, muss er zuerst seine Zustimmung geben. Falls nicht, müssen alle Mitarbeiter über die Überwachung informiert werden. Mehr Infos über Überwachungskameras am Arbeitsplatz gibt es hier.


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