So klappt’s: OSX und Windows auf dem iPad

parallels

Alle Windows- und OSX-Programme auf dem iPad nutzen – das wäre für viele Businessanwender eine echte Erleichterung! Mit genau diesem Versprechen lockt die Anwendung Parallels Access. Ein Praxistest.

Der Hersteller verspricht viel: iPad-Besitzer sollen dank Paralles Access alle herkömmlichen Mac- und Windows-Programme auf dem iPad nutzen können. Und zwar so als wären sie direkt für das Tablet entwickelt worden. Wie schlägt sich die Anwendung in der Praxis?

Installieren, registrieren, los!

Zunächst muss man auf dem iPad die entsprechende App und aufWindows einen Client installieren – mit ein paar Fingertips und Mausklicks erledigt, alles kein Problem.

Anschließend folgt eine Registrierung. Ist die erledigt, darf man den Dienst zunächst 14 Tage kostenlos testen.

Die iPad-App zeigt anschließend die verbundenen Rechner. Ein Knopfdruck reicht und die Verbindung wird hergestellt.

Doch es erscheint nicht etwa der Desktop des verbundenen PCs, sondern eine speziell angepasste Oberfläche. Die zeigt die installierten Programme in Form von App-Icons an. Zwischen ausgeführten Programmen lässt sich einfach mit dem sogenannten App-Switcher wechseln, einer am unteren Bildschirmrand einblendbaren Leiste.

Rechtsklick und Pinch-Zoom inklusive

Die Bedienung von Windows-Programmen auf dem iPad klappt in der Tat gut: Doppelklicks, Rechtsklicks, Scrollen, Copy-and-Paste – alles ist mit den entsprechenden Befehlen kein Problem.

Ein Rechtsklick lässt sich durch das Tippen mit zwei Fingern realisieren. Bei vielen Programmen funktioniert sogar der iPad-typische Pinch-Zoom zum Vergrößern und Verkleinern.

Texte lassen sich gewohnt über die Bildschirmtastatur eintippen. Selbst viele Windows-Spiele laufen mit Parallels Access auf dem iPad, ohne dass es ruckelt.

Ist die App also ohne Einschränkung empfehlenswert? Leider nicht ganz.

Fazit: Durchdachte Lösung mit Mobilfunk-Schwäche

Zwar funktionierte Paralells Access im Praxistest überaus gut – aber wirklich einwandfrei lief das System nur in Reichweite des eigenen WLANs.

Die mobile Netzwerkkommunikation hakte regelmäßig, da muss scheinbar das jeweilige Mobilfunknetz mitspielen. Zudem fallen natürlich ordentliche Datenmengen an. Hinzu kommt der sportliche Preis von 70 Euro pro Jahr.

Mein Fazit: Paralells Access eignet sich nur für Businessanwender, die auf ihrem iPad regelmäßig mit Dokumenten und Programmen aus der Windows- und MacOS-Welt arbeiten. Wer darauf beruflich angewiesen ist, bekommt für jährlich 70 Euro endlich eine Lösung in die Hände.

 

 


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