Produkttest: Mousetrapper Advance

Mousetrapper Advance

Wer viel mit dem Computer arbeitet, kennt das Problem: Die Bedienung der Maus über längere Zeiträume kann zu Gelenkbeschwerden und falscher Haltung führen. Aber es gibt ja Alternativen: Schmerzen, Versteifungen und durch das RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury) verursachte Beschwerden sollen zum Beispiel durch den Mousetrapper Advance  vermieden werden. Eine genaue Produktbezeichnung gibt es für das Gerät nicht. Er soll eine ergonomische Alternative zu gängigen Computer-Mäusen sein. Wir haben die ergonomische Maus einmal dem Praxistest unterzogen.

Mechanisches Touchpad fast wie beim Notebook

Der Mousetrapper Advance wird unterhalb der Tastatur positioniert und fungiert als eine Art externes Touchpad – vergleichbar mit den kleinen berührungsempfindlichen Bedienfeldern, die wir von Notebooks kennen. Anders als diese ist das Bedienfeld des Mousetrappers jedoch nicht digital, sondern mechanisch. Eine Art „Jalousie“ aus Kunststoff lässt sich mit den Fingern hin und her bewegen. Dazu bietet das Gerät fünf Tasten, die sich über eine auf der Homepage des Herstellers frei erhältliche Software beliebig konfigurieren lassen. An den Seiten des Touchpads ist der Mousetrapper mit weichem Schaumstoff gepolstert und ermöglicht so eine bequeme Arbeitshaltung. Übrigens: Durch die symmetrische Verteilung der Tasten eignet sich das Gerät sowohl für Rechts- wie für Linkshänder. Eine mitgelieferte, rutschfeste Unterlage ermöglicht es, Höhenunterschiede zwischen dem Mousetrapper Advance und der Tastatur auszugleichen.

Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig

Wer den Umgang mit einer Maus gewohnt ist, muss natürlich erst einmal umdenken. Wer viel mit einem Notebook arbeitet, gewöhnt sich aber schnell daran. Letztendlich ging der Umstieg für mich recht schnell. Die Navigation über das Bedienfeld – zum Scrollen und für Funktionen wie Doppelklick und Linksklick – funktionierte gut. Das etwas ungewohnte „mechanische Gefühl“ dabei ist ungefähr vergleichbar mit dem Wechsel von einem Smartphone  mit Touchscreen zu einem Tasten-Handy. Die Tasten des Mousetrappers sind groß und gut zu erreichen. Die Möglichkeit, sie beliebig mit neuen Funktionen zu programmieren, bietet flexible Anwendungsmöglichkeiten. Der wesentliche Vorteil des Mousetrapper Advance, die bessere ergonomische Konzeption, machte sich bei mir bereits nach kurzer Zeit bemerkbar. Ich begann zum Beispiel nicht (wie sonst oft) unabsichtlich den Arm weiter abzuwinkeln, weil die Maus immer weiter zum Rand der Tischplatte wandert. Beide Unterarme lagen entspannt und im richtigen Winkel auf den Polstern des Mousetrappers. Auch der Versuchung, im Laufe des Arbeitstages immer tiefer in dem Arbeitsstuhl zu versinken, wird entgegengewirkt. Wer mit dem Mousetrapper Advance arbeitet, neigt tatsächlich zu einer aufrechten Sitzhaltung – und das ist auch für den Rücken gut.

Das sollte der Hersteller des Mousetrappers noch verbessern

Im direkten Vergleich mit einer herkömmlichen Maus ist der Mousetrapper Advance als Eingabegerät etwas ungenau. Millimetergenaues Arbeiten – zum Beispiel in Tabellenprogrammen – ist zeitaufwendig und erfordert Übung. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig sind einige der standardmäßigen Funktionen: So ist die Möglichkeit, auf einer Browserseite per Wischbewegung zur letzten beziehungsweise zur nächsten besuchten Seite zu wechseln, etwas umständlich auszuführen. Auch die Mausrad-Funktion zum Scrollen ist ungenau und funktioniert nicht immer wie gewünscht. Wer viel beidhändig tippt tendiert außerdem dazu, durch die Tiefe des Mousetrappers zwischen Tastatur und Touchpad hin und her zu rutschen.

Fazit

Wer schon unter Beschwerden durch lange Bildschirmarbeit leidet, sollte den Mousetrapper Advance als Alternative zumindest in Betracht ziehen. Bei einem recht stolzen Preis von mehr als 250 Euro möchte man natürlich keine Katze im Sack kaufen. Der Hersteller bietet eine zweiwöchige Testphase an, nach der man das Gerät wieder zurückzuschicken kann. Das ermöglicht zwar schon das Fernabsatzgesetz, aber einfacher ist es natürlich mit dem grundsätzlichen Angebot, das Gerät erst einmal auszuprobieren.

http://www.mousetrapper.eu


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Kommentare
2 Responses to “Produkttest: Mousetrapper Advance”
  1. Katrin sagt:

    Wow ,gut für die Hände…( Karpaltunnelsyndrom )ich würde mich sehr freuen darüber.

    Ein wunderschönes Weihnachtsfest ;) und vielen Dank !

  2. martinakurz sagt:

    Ich arbeite viel am Computer und bin schon dazu übergegangen, mehr mit den Shortcuts zu arbeiten, weil die Mouse mir nicht gut tut. Habe einen Tennisarm – schon operiert und doch noch Beschwerden -, da ist der Mousetrapper ein willkommener neuer Weggefährte in meinem Berufsleben!

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