Soft Skills – Soziale Kompetenz im Job

Der Begriff “Soft Skills” hat sich in den letzten Jahren im Arbeitsleben etabliert. Wer sich auf einen neuen Job bewirbt, trifft spätestens dann auf die wohl bekanntesten Vertreter der “weichen” Fähigkeiten: Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit.

Wie wir festgestellt haben, gibt es unzählige weitere persönliche Eigenschaften, die heutzutage – mal mehr, mal weniger – notwendig sein sollen, um im Beruf erfolgreich zu sein bzw. die Karriereleiter hochzuklettern.

 

Was versteht man unter Soft Skills?

Über diese einfach klingende Frage haben sich schon viele kluge Menschen den Kopf zerbrochen. Die eine, alles erklärende Definition gibt es jedoch nicht. Bis heute bleiben die Soft Skills ein eher schwammiger Begriff. In den nächsten Absätzen versuchen wir trotzdem, uns dem Begriff zu nähern.

Anders als die Hard Skills, also die Fachkompetenz, kann man die soziale Kompetenz (eigentliche Übersetzung von Soft Skills) nicht oder kaum messen. Eigenschaften wie Selbstbewusstsein, Konfliktfähigkeit oder Respekt lassen sich schließlich schwierig in Schulnoten oder Zahlen ausdrücken.

Im beruflichen Alltag sind die weichen Persönlichkeitsmerkmale erwünscht, um möglichst konfliktfrei und effektiv das Verhalten von Kollegen und Mitarbeitern positiv zu beeinflussen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

 

Gesucht wird … die ideale Mischung aus Soft und Hard Skills

Wer sich heutzutage bei einem (großen) Unternehmen bewirbt, hat meist nur eine Chance, wenn er das “komplette Paket” mitbringt. Und das besteht nicht nur aus guten Zeugnissen, Fachwissen und beruflicher Erfahrung. Personaler achten verstärkt darauf, dass der zukünftige Mitarbeiter eine ausgeprägte Sozialkompetenz besitzt.

Doch wie findet man heraus, ob ein Bewerber über die gewünschten Fähigkeiten verfügt? Man führt Assesment Center und andere komplexe Personalauswahlverfahren durch. Während die fachliche Auswahl aufgrund von Schulnoten, Studienabschlüssen und Arbeitszeugnisse getroffen wurde, geht es hier vorrangig darum, den Menschen und seine Persönlichkeitsmerkmale besser einschätzen zu können.

In Rollenspielen, Kompetenztests und Fallstudien wird das wirkliche Arbeitsleben simuliert. Die Bewerber bekommen Aufgaben, die sie unter Zeitdruck so gut wie möglich lösen müssen. Ein Rollenspiel kann zum Beispiel dazu genutzt werden, um Soft Skills wie Führungskompetenz, Konfliktfähigkeit und Kommunikationsverhalten zu testen. Im Prinzip geht es bei diesen detaillierten Bewerbungsverfahren darum, die persönlichen Eigenschaften so gut es geht messbar zu machen – auch wenn am Ende die subjektive Meinung des Personalverantwortlichen steht.

 

Die sieben wichtigsten Soft Skills für eine erfolgreiche Karriere

 Unserer Ansicht nach gehören folgende Fähigkeiten in die Top 7:

  1. Kommunikative Kompetenz … denn sonst treffen Sie nicht den richtigen Ton.
  2. Motivation … denn sonst können Sie im Unternehmen kaum etwas bewegen.
  3. Belastbarkeit … denn sonst haben Sie es sehr schwer im stressigen Berufsalltag.
  4. Verantwortungsbereitschaft … denn erst diese Eigenschaft macht Sie zu einem Vorbild, dem die Mitarbeiter folgen.
  5. Sympathisches Auftreten … denn sonst arbeitet niemand gern und produktiv an Ihrer Seite.
  6. Konflikt- und Kritikfähigkeit … denn sonst sind auch keine notwendigen Kompromisse möglich.
  7. Kooperations- und Teamfähigkeit … denn sonst fehlt Ihnen die Empathie für Ihre Mitarbeiter.

 

Soft Skills – kann man das lernen?

Das ist eine sehr berechtigte Frage. Während viele Anbieter von Managementkursen ein dickes “Ja!” propagieren, sind wir skeptisch. Sicherlich gibt es im Füllhorn der Persönlichkeitseigenschaften einige, die man durchaus “üben” kann. Andere sind schlicht und einfach angeboren und nicht erlernbar.

Viele Eigenschaften gehören – wie der Name ja schon sagt – zur individuellen Persönlichkeit. Und insbesondere in kritischen oder stressigen Momenten ist es schwierig, ggf. bewusst anders zu reagieren als man es sonst tut. Im Endeffekt kann niemand “aus seiner Haut”.

 


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