Nach Feierabend entspannen: Videodienste wie Netflix und Co. im Vergleich

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Nach Feierabend die Füße hochlegen und sich sein eigenes Wunschprogramm zusammenzustellen – das ist im Prinzip eine prima Sache. Man ist nicht auf das angewiesen, was einem die TV-Sender vor die Nase setzen, und verpasst nicht den Anfang einer Sendung, falls es im Büro etwas später geworden ist. Stattdessen bezahlt man eine monatliche Gebühr und kann gucken, was, wie viel und wann man möchte. Ob das nicht nur im Prinzip, sondern auch in der Praxis Sinn macht, steht und fällt mit den Preisen – und der Auswahl an Filmen und Serien.

In den USA ist Netflix Marktführer und hat die TV-Sender das Fürchten gelehrt, jetzt ist der Video-Flatrate-Dienst auch bei uns verfügbar. Hier muss er sich den Kuchen mit vier großen Wettbewerbern teilen, die sich mit ganz ähnlichen Angeboten am Markt etabliert haben. Die Frage lautet: Ist Netflix besser als die Konkurrenz?

 

Die Preise

Beginnen wir mit den Preisen. Netflix setzt auf ein gestaffeltes Preismodell. Das günstigste Abo kostet 7,99 Euro im Monat, es beinhaltet den Empfang des Videoangebots auf einem Gerät, allerdings nur in SD-Qualität. Auf einem großen Flachbild-TV ist das keine Augenweide. Für einen Euro mehr im Monat lassen sich Filme und Serie in HD-Auflösung auf zwei Geräte holen. Das teuerste Abo kostet monatlich 11,99 Euro und bietet HD-Videos auf bis zu vier Geräten des Nutzers.

Zum Vergleich die Preise der vier großen Mitbewerber: Die Video-Flatrates Maxdome und Amazon Prime Instant Video kosten je 7,99 Euro pro Monat, für den Dienst Watchever werden monatlich 8,99 Euro fällig. Am günstigsten ist Sky Snap, das lediglich mit 3,99 Euro zu Buche schlägt. Möchte man Videos von Sky auch auf dem Tablet oder Smartphone anschauen, muss man allerdings 6,99 Euro im Monat hinlegen. Besonderheit bei Amazon: Für 49 Euro im Jahr kann man Amazon Prime buchen. Dieser Service beinhaltet das Videoangebot von Amazon, zusätzlich erhält man Bestellungen beim Onlinehändler schneller. Dafür muss man sich aber auch ein Jahr lang an Amazon binden.

Alle Angebote lassen sich derzeit übrigens kostenlos testen. Bei Sky Snap läuft die Ausprobierphase bis Ende Oktober, bei den anderen Videodiensten klappt es jeweils für einen Monat.

 

Das Angebot

Um es auf den Punkt zu bringen: Keines der in Deutschland verfügbaren Videoangebote bietet ein Rundumpaket, bei dem Fans von aktuellen Spielfilmen und Serien voll auf ihre Kosten kommen. Netflix punktet mit einigen Exklusivtiteln wie der preisgekrönten selbstproduzierten Serie „Orange is the New Black“ und den beiden von Spielfilmklassikern inspirierten Serien „Fargo“ und „From Dusk till Dawn“. Klasse für Liebhaber von Originalfassungen: Die US-Episoden sind in der Regel auch in englischem Ton verfügbar, deutsche oder englische Untertitel lassen sich zumeist mit einblenden. Das Spielfilmangebot (siehe Vergleich von „Spiegel Online“) und die Auswahl an deutschen Serien sind dagegen zum Start von Netflix mau.

 

Das Fazit

Gut wiederum ist, dass sich Netflix mit einer Vielzahl verschiedener Geräte empfangen lässt. Neben Fernsehern mit Internetanbindung („Smart-TV“), dem PC und diversen Spielekonsolen zählen dazu auch Smartphones und Tablets (iOS, Android, Windows Phone). So kann man Netflix auch unterwegs nutzen, etwa per WLAN im Hotelzimmer während einer Geschäftsreise. Einen Offline-Modus, bei dem sich Videos auf ein Gerät laden und dann auch ohne Internetverbindung ansehen lassen, gibt es anders als bei den anderen Anbietern nicht. Das ist schade –  insbesondere für alle, die geschäftlich viel unterwegs sind. Ohne WLAN-Empfang lässt sich Netflix mobil kaum nutzen, und der ist auf Reisen bekanntlich oft nicht gegeben.

Mein persönliches Fazit: Für Fans von US-Serien und Originalversionen könnte Netflix die bessere Alternative sein. Bei den deutschen Inhalten ist dagegen Maxdome deutlich besser aufgestellt. Und auch was Spielfilme angeht, hat Maxdome zusammen mit Watchever derzeit die Nase vorn.


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