“Game of Thrones” für Führungskräfte: Was Sie von der Serie lernen können

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Man sieht John Snow and Daenerys Targaryen als Cartoons

In “Game of Thrones” geht es um Macht, die Herrschaft über den Kontinent Westeros und damit eigentlich die gesamte Serie lang um immer wieder unterschiedliche Führungssituationen und -Typen. Von Ned Stark bis Cersei Lannister finden sich mehrere positive wie auch negative Beispiele von Führungsverhalten. Mit etwas Fantasie lässt sich viel davon auf den Büroalltag übertragen:

Der integere Chef: Ned Stark

Ned Stark gilt in “Game of Thrones” als absolut integere und pflichtbewusste Führungskraft. Für seine Entscheidungen übernimmt er die volle Verantwortung – mit aller Konsequenz. Nun müssen die meisten Chefs nicht direkt ein Todesurteil selbst vollstrecken, aber auch in der realen Welt gilt: Wer eine Entscheidung trifft, muss am Ende dafür gerade stehen. Das gilt für Kündigungen, die man dem Mitarbeiter selbst überbringt, ebenso wie für Geschäftsentscheidungen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellen.

Was Chefs sonst noch von Ned Stark lernen können? Klare Werte sind wichtig, dürfen die eigene Flexibilität und den Blick für mögliche Machtspielchen aber nicht behindern – sonst kann das schnell ins Auge gehen.

Der gut informierte Strippenzieher: Lord Varys

Lord Varys durchstreift in “Game of Thrones” oft und gerne die Anwesen der mächtigsten Führungsfiguren – und philosophiert dabei mit Vorliebe über sein Lieblingsthema: Macht. Seine Botschaft an den chronisch unterschätzten Tyrion Lannister: Wer sich lange genug wie ein Anführer verhält, der wird auch irgendwann als einer angesehen.

Was auch nie schadet: immer gut informiert sein. Damit es mit dem Respekt der Angestellten klappt, sollten sich (angehende) Führungskräfte also entsprechend benehmen – und auch immer auf dem Laufenden bleiben.

Die Narzisstin: Cersei Lannister

Cersei Lannister könnte man wohl als “Game of Thrones”-Paradebeispiel des unbeliebten Chefs werten. Kompromisse gibt es für sie nicht, alle anderen sind ihr egal und überhaupt besteht die einzige Daseinsberechtigung ihrer Untergebenen eigentlich nur darin, ihren eigenen Plänen zum Erfolg zu verhelfen.

Ratschläge sind eher unwillkommen und wer Fehler macht, ist ziemlich schnell weg vom Fenster. Obwohl man Cersei durchaus taktisches Geschick zugestehen muss, sollten sich Chefs an ihr besser kein Beispiel nehmen.

Der Konsequente: Jon Schnee

Viele Fans hätten Jon Schnee den Thron von Westeros nur allzu sehr gegönnt. Kein Wunder: Der Ziehsohn von Ned Stark vereint einige hervorragende Führungsqualitäten in sich. Er hat klare Werte, die er verfolgt, ist aufrichtig, tapfer und fachlich kompetent. Außerdem begegnet er seinen Untergebenen auf Augenhöhe und ist sich nicht zu schade, auch selbst mal mit anzupacken.

Dass Jon Schnee zu seinem Wort steht, beweist der Verzicht auf den Eisernen Thron: Mehrfach hat er betont, den Thron nicht zu wollen – und zieht diese Entscheidung am Ende auch durch. Die Loyalität seiner Leute ist ihm damit sicher.

Die Aufsteigerin: Daenerys Targaryen

Führungstypen à la Daenerys Targaryen findet man vor allem – aber nicht nur – in Start-ups: Sie ist von einer Vision getrieben und selbstbewusst. Dabei arbeitet sie hart, um ihre Ziele zu verwirklichen. Um das zu erreichen, holt sie sich Rat von erfahrenen Mitarbeitern, pflegt eine ausgeprägte Meetingkultur und ist auch auf das Wohl ihrer Angestellten bedacht.

Konzentriert man sich auf diese positiven Eigenschaften, ist Daenerys Targaryen durchaus ein gutes Beispiel für moderne Vorgesetzte. Den Part mit dem Größenwahn, den dramatischen Auftritten und dem schlussendlichen Realitätsverlust sollten Chefs allerdings tunlichst vermeiden.

Urheber des Titelbildes: varstudio/ 123RF Standard-Bild


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