Eine Frau versucht Arbeit und Kinder im Home Office unter einem Hut zu bringen

Wer im Homeoffice arbeitet und gleichzeitig Kinder betreut, hat ständig mit einer Doppelbelastung zu kämpfen. Die Kinder kommen ins Arbeitszimmer, wenn eine wichtige Videokonferenz läuft und das schlechte Gewissen packt Eltern, die den Nachwuchs schon wieder wegschicken müssen. Doch es gibt einige Tipps, die dabei helfen, die Bereiche zu trennen und so für Entschärfung zu sorgen.

  1. Das Arbeitszimmer

Ein sauber aufgeräumter Schreibtisch mit allen wichtigen Utensilien motiviert zum Arbeiten. Und wer die Tür schließen kann, hat in den festen Arbeitszeiten Ruhe für seine Aufgaben. Kinder brauchen solche klaren Zeichen. Wenn im Wohnzimmer gearbeitet, zwischendurch mit den Kindern Lego gebaut und beim Mittagessen Mails geschrieben werden, können Kinder die Trennung von Job und Familie weder verstehen noch akzeptieren.

  1. Das Schichtsystem

Müssen beide Eltern im Homeoffice arbeiten, wird es schon komplizierter – vor allem wenn Kleinkinder zu Hause sind. Aber auch dafür gibt es Tricks: Eltern können eine Art Schichtsystem einführen. Zum Beispiel so: Mama arbeitet von 6-14 und Papa von 14-22 Uhr.

  1. Die Erholungsphase

Wer das Schichtsystem praktiziert, mag lachen: Nach einem Tag mit Kind und Arbeit liegt der Gedanke an eine Runde Joggen in weiter Ferne. Aber im Ernst: Wer den halben Tag die Kinder bespaßt und den halben Tag arbeitet, braucht Ruhephasen. Gemeinsame Planung hilft. So finden sich sicher Zeitfenster für einen Spaziergang, etwas Yoga oder eben auch die Jogging-Runde.

  1. Die Kommunikation

In der heimischen Telefonanlage ist noch eine Nummer frei? Perfekt. Daraus wird das Arbeitstelefon. Wer ein Diensthandy hat, schaltet es nach Dienstschluss aus. Und die Push-Funktion der Dienstmails wird deaktiviert. Wer regelmäßig in seinen Account schaut, kann immer noch rechtzeitig reagieren, ohne dass das Mittagessen von ständigem „Ping!“ unterbrochen wird.

  1. Das Nein

Und zwar zu beiden Seiten. Vielleicht lässt sich die wichtige Videokonferenz ja auf die Zeit des Mittagsschlafs verschieben? Auch die Kinder müssen mal ein Nein hören. Aber: Kinder können Regeln verstehen, wenn sie klar und geduldig erklärt werden. Und gegen das schlechte Gewissen hilft: Nach dem Telefonat gibt es ein Lob dafür, dass das Kind sich richtig verhalten hat. So weiß es, dass das Wegschicken keine Ablehnung bedeutet.

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