Zu viel ist zu viel: Dem Chef auch mal Nein sagen

Karikatur: Zwei männliche Personen stehen sich mit geöffneten Mündern, vermutlich schreiend, von Gesicht zu Gesicht gegenüber. Beide halten Schilder mit einer Aufschrift in ihren Händen. Die Aufschrift der Schildes des Herren rechts lautet "Yes" (dt. ja) und die des Herren links "No" (dt. nein).

Wenn die Arbeit kaum noch zu schaffen ist und der Chef Ihnen trotzdem ständig weitere Aufgaben aufhalsen will, dann ist es Zeit für ein Nein! Vielen Arbeitnehmern fällt es allerdings sehr schwer, dem Chef eine Absage zu erteilen. Wir verraten, wie ein Nein auf geschickte Weise gelingen kann.

Nicht abblocken, aber auf hohe Belastung hinweisen

Ihr Zeitplan lässt weitere Aufgaben nicht zu? Liefern Sie Ihrem Chef starke Argumente! Eine Antwort auf seine Bitte könnte lauten: „Ja, ich springe gern ein. Dann muss ich aber andere Projekte schieben und kann sie nicht innerhalb der Deadline abschließen. Wenn das für Sie in Ordnung ist, übernehme ich die neue Aufgabe gern.“
Nun ist Ihr Vorgesetzter in der Pflicht, sich zu entscheiden. Entweder er akzeptiert den Vorschlag oder wendet sich mit seinem Anliegen an andere Mitarbeiter. Wichtig: Zeigen Sie, was machbar ist und was nicht! So demonstrieren Sie dem Chef, dass Sie ein gutes Zeitmanagement sowie einen umfassenden Überblick über Ihre Tätigkeiten haben.

Einfach Routinearbeiten können auch andere erledigen

Überlegen Sie, ob es Ihrer Karriere dient, wenn Sie Zusatzaufgaben erledigen. Bekommen Sie ständig Routinearbeiten aufgedrückt, die überdies nicht viel mit Ihrer beruflichen Qualifizierung zu tun haben, dann ist es Zeit für ein Gespräch mit dem Vorgesetztem. Machen Sie ihm deutlich, dass wichtigere Projekte unter der Zusatzbelastung leiden. Am besten, Sie präsentieren gleich einen Lösungsvorschlag: Schlagen Sie zum Beispiel vor, dass Sie gern Praktikanten einarbeiten, die sich in Zukunft um solche Routinejobs kümmern.

Den Anspruch auf Freizeit durchsetzen

Der Chef lädt ständig zum Feierabendgetränk ein? Sagen Sie ihm, wie nett sie den vorherigen Teamabend fanden und dass Sie beim nächsten Mal wieder gern mit dabei sind – diesmal passe es aber nicht. Wenn Sie die Abende generell lieber mit Ihrer Familie verbringen, dann sollten Sie das auch offen ansprechen.
Und wenn Sie im Urlaub dienstliche E-Mails beantworten sollen, aber nicht möchten: Überzeugen Sie Ihren Arbeitgeber, dass während Ihrer Abwesenheit auch andere Personen aus Ihrem Team die Mails checken können, und Sie nach dem Urlaub von den Kollegen umfassend informiert werden.

 

Urheber des Bildes: jrcasas / 123RF Standard-Bild

 


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