Haben sich 3D-Drucker in Unternehmen durchgesetzt?

Ein 3D Drucker erzeugt ein Objekt. Das Objekt ist rosa, anhand der Form lässt sich jedoch noch kein Gegenstand erkennen. Im Hintergrund ist lediglich eine weiße Wand, als auch ein aufgeklapptes Notebook zu erkennen.

Bei der Einführung von hochmodernen 3D-Druckern wurde ein innovativer Wandel in der Welt der Wirtschaft versprochen – und zwar für Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen.

Mehrere Jahre später ist es an der Zeit zu prüfen, was aus diesem Hype geworden ist. In wie vielen Betrieben ist ein 3D-Drucker tatsächlich im Einsatz, wofür wird er genutzt und wie sieht die Zukunft der Technik aus? Hier finden Sie unsere Antworten.

Zahlreiche Einsatzgebiete für 3D-Drucker

Laut einer Studie von Ernst & Young ist Deutschland bei der Verwendung von 3D-Druckern führend, sogar vor industriellen Großnationen wie China und den USA. Etwa 37 % der 200 befragten deutschen Großunternehmen haben einen 3D-Drucker im Einsatz.

Die Möglichkeiten, die ein solcher Drucker einem Unternehmen bietet, sind dabei schier grenzenlos. So dienen sie beispielsweise in einem Produktionsablauf dafür, Ersatzteile für spezielle Maschinen schnell und günstig selbst im Unternehmen herzustellen. Ein zeitintensiver und damit teurer Produktionsausfall wird damit im Nu abgewendet.

Aber auch in klassischen Bürosituationen ist der 3D-Drucker ein produktiver Helfer. Ob Architekt oder Produktdesigner, mit den Modellen aus dem Drucker können Sie Kunden Ihre Entwürfe noch präziser und eindrucksvoller präsentieren. Die Anschaffungskosten eines Gerätes können sich durch erfolgreiche Kundenbindung also auch in mittelständischen Betrieben schnell zur lohnenden Investition werden.

Die Kosten eines 3D-Druckers fürs Büro

Bereits für knapp 500 Euro ist ein 3D-Drucker zu haben, der in seiner Leistung für mittelständische Betriebe absolut ausreichend ist. Bei solchen Schnäppchen ist aber trotzdem Vorsicht geboten! Geräte in der günstigsten Preisklasse müssen fast immer selbst zusammengebaut und kalibriert werden.

Befindet sich in Ihrem Unternehmen kein Mitarbeiter, der für diese Aufgabe geeignet ist, kann das tolle Angebot schnell zu einem frustrierenden Kauf werden. Begibt man sich in die Preisklasse um die 2000 Euro, sieht die Sache schon deutlich besser aus. Die 3D-Drucker in diesem Segment werden fertig geliefert und können sofort mit der Druckarbeit beginnen.

Die gängigste Druckervariante für den Bedarf im Büro ist übrigens der FDM-Drucker. Die dreidimensionalen Modelle werden hierbei aus diversen Kunststoffen gedruckt.

Die Zukunft des 3D-Druckers in Unternehmen

Die Träume sind groß: Sämtliche Bedürfnisse der Menschen rund um den Globus mittels 3D-Druck zu befriedigen und damit den Ressourcenverbrauch, lange Warenwege und Müll auf ein Minimum zu reduzieren.

Noch sieht die Realität natürlich anders aus. Vor allem der hohe Energieverbrauch macht die 3D-Drucker noch nicht zu den nachhaltigen Geräten, die sie eigentlich sein sollten. Dieser Verbrauch ist mit ein Grund, warum die Anwendung in der Industrie noch einen sehr kleinen Teil ausmacht.

Von allen verkauften 3D-Druckern, sind nur etwa 10 % für industrielle Arbeitsschritte gedacht. Der große Rest wird von Privatpersonen und kleinen Unternehmen gekauft. Doch die Entwicklung ist unaufhaltsam – von der Medizin bis zu technisch-kulinarischen Start-Ups, die mittels Drucker künstliches Fleisch zum Verzehr auf den Markt bringen wollen.

Ob sich ein 3D-Drucker für Ihr Büro lohnt, hängt von Ihrem Unternehmen ab. Eine interessante Alternative zu anderen Herstellungsmöglichkeiten ist er allemal.

Nutzen Sie in Ihrem Unternehmen 3D-Drucker? Und wenn ja, wofür? Wir würden uns über Ihren Erfahrungsbericht in den Kommentaren sehr freuen!

 

Urheber des Bildes: yacobchuk / 123RF Standard-Bild

 


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