Ein junger Mann auf einem Fahrrad inmitten eines Büroraums / Meetingraums. Der Raum ist auf Grund einer vollverglasten Fensterfront hinterm jungen Mann durch das Tageslicht hell erleuchtet. Der Raum ist ausgestattet mit Regal mit Ordnern und Akten, als auch ein unbeschriebenes Flipchart.

Deskbike – was ist das eigentlich? Ein Deskbike ist wie der Name schon sagt, ein Fahrrad, das am Schreibtisch genutzt werden kann. Die Holländer und die Deutsche Telekom machen es bereits vor: ähnlich gebaut wie ein Stuhl, kann ein Deskbike einfach an den Schreibtisch gestellt werden.

Das Deskbike hat optisch etwas von einem Ergometer, kommt allerdings völlig ohne Lenker aus. Mit einem Deskbike soll den Mitarbeitern mehr Bewegung verschafft werden, allerdings nicht ganz ohne Hintergedanken. Fehlzeiten, die auf durch Bewegungsmangel bedingte Krankheiten zurückzuführen sind, sollen auf diese Weise reduziert werden.

Bewegung bei der Arbeit – die Vor- und Nachteile im Überblick

Die tägliche Bewegung bei der Arbeit hat tatsächlich sehr viele Vorteile und ist nicht nur im Sinne des Arbeitgebers.

Denn Bewegung …

• verhindert leidige Rückenschmerzen,
• stärkt des Herz-Kreislauf-Systems und
• beugt Übergewicht und damit Diabetes vor.

Das Deskbike hat allerdings einen klitzekleinen Nachteil. Die Sitzposition ist aus physiologischer Sicht nicht ganz optimal. Das trifft besonders dann zu, wenn der Tisch zu niedrig eingestellt ist und der Arbeitnehmer mit hängenden Schultern am Schreibtisch sitzt und in die Pedale tritt. Daher sollten Sie, wenn Sie ein Deskbike nutzen, darauf achten, dass Sie gerade sitzen.

Trotz der leicht ungünstigen Haltung, ist die Bewegung mit dem Deskbike immer noch besser als gar keine Bewegung. Sport an der frischen Luft ist dem Deskbike vielleicht vorzuziehen, aber insbesondere bei einem Vollzeit-Job im Büro im Winter manchmal einfach nicht umsetzbar. Da ist das Deskbike eine gute Alternative.

Erfahrungen mit dem Deskbike

Zugegeben, für anspruchsvolle Denkprozesse eignet es sich nicht. Wer gerade eine komplexe Rechnung oder Aufstellung versucht zu erstellen oder eine Diskussion mit Kunden am Telefon hat, der hat wenig Nerven parallel noch in die Pedale zu treten. Allerdings sollen Sie auch nicht ununterbrochen acht Stunden in die Pedale treten. Zwei oder drei kurze Einheiten über 15 Minuten am Tag, können schon positive Auswirkungen haben.

Übrigens nicht nur für die physische Gesundheit, auch für die Psyche ist die Abwechslung hervorragend geeignet. Schließlich belebt Bewegung und macht den Kopf frei. Da wird das Arbeiten nach einer kurzen Radeleinheit vielleicht sogar noch produktiver.

Arbeitgeber und Krankenkasse – geteilter Meinung?

Die Verantwortlichen der Telekom zeigen sich überzeugt von den Deskbikes und stellen sie in einigen Büros zur Verfügung. Doch wie steht es mit den Krankenkassen? Die monieren schließlich immer wieder, dass es den Deutschen an Bewegung mangelt. Erkrankungen wie Übergewicht, Diabetes, Rückenschmerzen und Erkrankungen des Bewegungsapparats sollen die Folge sein.

Unterstützt wird die Anschaffung eines Deskbikes dennoch bisher nicht. Die Kosten für die Anschaffung müssen Sie also entweder selbst tragen oder auf einen innovativen Arbeitgeber hoffen.

Deskbike – langfristiger Trend oder Schnapsidee?

Ob sich das Deskbike langfrsitig in deutschen Büros durchsetzen wird, steht noch in den Sternen. Tatsache ist, die Anschaffung ist nicht ganz billig. Außerdem ist es nicht jedermanns Sache, parallel am Schreibtisch zu arbeiten und in die Pedale zu treten.

Wer viel beschäftigt ist, sich Bewegung herbeiwünscht, aber ihr zeitlich keinen Raum einräumen kann, für den ist ein Deskbike allerdings perfekt. Schnell mal ein paar Minuten ausspannen und die Muskulatur spielen lassen, kann wahre Wunder bewirken.

Haben Sie am eigenen Leibe Erfahrungen mit einem Deskbike gemacht? Was halten Sie davon? Wir würden uns sehr über Ihren Kommentar freuen!

 

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