Bürohygiene: Prävention nach dem TOP-Prinzip

Schwarz-Weiß Illustration eines Seifenspender mit einem Tropfen Seife, der auf zwei Hände fällt.

Nicht nur während der Erkältungssaison ist Bürohygiene wichtig: Konsequent angewendet, schützt sie die Belegschaft das ganze Jahr über vor Krankheiten. Das sogenannte TOP-Prinzip hilft dabei.

Hohe Fehlzeiten durch Viren

Im Büro geben sich das ganz Jahr über Menschen die Klinke in die Hand, im Eingangsbereich ebenso wie im WC und in der Teeküche. Das hat Folgen: Wenn es an der Bürohygiene mangelt, grassieren schnell Grippe, grippale Infekte und Magen-Darm Infektionen. Die Folge: erhöhte Fehlzeiten bei den Mitarbeitern. Die klassischen Übertragungswege sind direkter und indirekter Hautkontakt sowie Tröpfcheninfektionen.

Das heißt: Hände zu schütteln, Türen zu öffnen, zu niesen oder ein Schluck aus dem Wasserglas des Schreibtischnachbarn zu nehmen kann bereits zu einem Überspringen der Viren von einer Person auf die andere führen.

Keimherde im Büro

Das Büro steckt voller Ansteckungsherde, ein besonders großer ist die Kaffeeküche: So stecken die Wasserhähne durch ihr feuchtes Umfeld voller Keime, ebenso die Türgriffe an Schränken und Mikrowellen, die täglich von einer Vielzahl von Händen geöffnet und geschlossen werden. Eine ähnlich hohe Keimbelastung weisen PC-Tastatur und Maus auf: Hier landen alle Keime, die vorher in anderen Bereichen „mitgenommen“ wurden. Dasselbe gilt für Telefone, Arbeitsmaterialien und Schreibtischoberflächen. Bürohygiene ist deshalb überaus wichtig.

Erste Hygiene-Hilfe: Das TOP-Prinzip

Um das Risiko von Infektionen zu minimieren, sind sowohl die Angestellten als auch die Geschäftsführung in der Pflicht. Sie können sich am TOP-Prinzip für effektive Bürohygiene orientieren – TOP steht für technische, organisatorische und persönliche Hygienemaßnahmen im Betrieb.

T: Technische Maßnahmen

Hier ist der Arbeitgeber gefragt: Es liegt an ihm, seinen Mitarbeitern ausreichend Hygieneartikel an die Hand zu geben und sie über Hygienemaßnahmen aufzuklären. Dabei muss es nicht bei der Seife auf der Toilette bleiben: Desinfektionstücher für Tastatur und Maus sind ebenso sinnvoll wie ein Desinfektionsspender an der Eingangstür.

O: Organisatorische Maßnahmen

Das regelmäßige Reinigen des eigenen PC-Arbeitsplatzes ist eine organisatorische Maßnahme zur Bürohygiene, die gleich zu Arbeitsbeginn schnell erledigt ist. Weitere mögliche Maßnahmen: Lassen sich die Arbeitsplätze auf verschiedene Räume verteilen? Wenn ja, ist das eine kluge Entscheidung. Wichtig ist auch regelmäßiges Lüften im Büro, gerade im Winter – die trockene Heizungsluft reizt die Schleimhäute, die dann besonders anfällig für Viren sind. Ist es in der Erkältungszeit bereits zu mehreren grippal bedingten Krankheitsfällen gekommen, kann der Arbeitgeber seinen Angestellten das Arbeiten im Home-Office anbieten. So lassen sich weitere krankheitsbedingte Ausfälle im Büro verhindern.

P: Persönliche Maßnahmen

Die erste und wichtigste Maßnahme ist: regelmäßig die Hände waschen! Nicht nur dann, wenn man aus der Mittagspause kommt oder nach dem Toilettengang. Grassieren grippale Infekte, kann man im Job auch mal aufs Händeschütteln verzichten – sollte seinem Gegenüber aber natürlich erklären, warum man ihm nicht die Hand gibt. Bei Besprechungen lässt sich im Zweifelsfall etwas Abstand zu den Kollegen halten, darüber hinaus sollte man sich zur Grippehochzeit möglichst nicht an Mund und Nase fassen. Und falls es einen erwischt hat, heißt die Devise: zu Hause bleiben und das Bett hüten. Die Kollegen werden es danken – die eigene Gesundheit auch.

 

Urheber des Bildes: branche / 123RF Standard-Bild

 


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