Illustration von unglücklichem Männchen im Käfig. Daneben ein anderes glückliches Männchen vor weiterem geöffneten Käfig stehend.

Wissenswertes rund um die Arbeitnehmerhaftung

Für sein Verhalten ist in Deutschland jeder volljährige Mensch selbst verantwortlich. Richtet er einen Schaden an, muss er auch für die Folgen aufkommen. Das gilt auch für einen Arbeitnehmer. Allerdings setzt das deutsche Recht hier einige Grenzen.

Das Prinzip der Arbeitnehmerhaftung

Unter der Arbeitnehmerhaftung versteht man die Haftung eines Arbeitnehmers für die Folgen von Schäden, die er bei seiner beruflichen Tätigkeit verursacht hat. Nach dem deutschen Recht spielt der innerbetriebliche Schadensausgleich eine Rolle. Das bedeutet, dass Pflichten zum Schadensersatz deutlich reduziert sind.

Das gilt übrigens nicht nur für Aufgaben, die ein großes Gefahrenpotenzial bergen. Auch alle anderen Arbeiten werden davon berührt. Der Grund ist einfach: Ein Arbeitnehmer handelt im Auftrag seines Arbeitgebers. Auf die Organisation seiner Tätigkeit hat er kaum Einfluss.

So wird die Haftung des Arbeitnehmers abgestuft

Vollkommen beschränkt ist die Arbeitnehmerhaftung nicht. Nach dem Prinzip der sogenannten privilegierten Arbeitnehmerhaftung gelten drei Haftungsstufen:

  • Grob fahrlässiges bis vorsätzliches Handeln: Der Arbeitnehmer haftet voll
  • Mittel fahrlässiges Handeln: Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich die Haftung
  • Leicht fahrlässiges Handeln: Der Arbeitnehmer haftet nicht

Beispiele für die volle Haftung

Von einer groben Fahrlässigkeit spricht man, wenn ein Arbeitnehmer z.B. die „im Rahmen des Verkehrs erforderliche Sorgfalt“ in einem schweren Maß verletzt. Dabei verletzt er Regeln, deren Einhaltung jedem einleuchtet.

Beispiele:

  • Ein Busfahrer überfährt eine rote Ampel.
  • Ein Kraftfahrer fährt unter Alkoholeinfluss.
  • Ein Verkäufer lässt eine geöffnete Kasse unbeobachtet.

Im letzten Beispiel könnte u.U. auch die mittlere Fahrlässigkeit gelten. Das ist die Außerachtlassung der „im Verkehr erforderlichen Sorgfalt“, etwa wenn der Verkäufer kurz an das Haustelefon geht, weil der Abteilungsleiter ihn dringend sprechen will.

Gesetze regeln die Arbeitnehmerhaftung

Für die rechtliche Bewertung der Arbeitnehmerhaftung gelten Paragraphen aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und dem Sozialgesetzbuch (SGB). Wird etwa eine vertragliche Pflicht verletzt, gilt § 280 BGB.

Die Beweislast eines Arbeitgebers für das Verschulden seines Mitarbeiters regelt § 619a BGB. Die Haftung einem Dritten gegenüber, den der Arbeitnehmer schädigt, regelt § 823 Abs. 1 BGB.

Wichtig ist u.a. § 105 Abs. 1 SGB VII, wenn es um Personenschäden im Team geht. Dieser schließt die Haftung des Arbeitnehmers aus, da für den Schadenausgleich die gesetzliche Unfallversicherung zuständig ist.

Zusätzliche Versicherungen können helfen

Eine Police, die einem Mitarbeiter ausdrücklich zusätzlichen Schutz bei einer Arbeitnehmerhaftung gewährleistet, gibt es in dieser Form nicht. Die gesetzlichen Regelungen über die Haftung des Einzelnen sind so eng, dass dies auch nicht nötig ist.

Allerdings kann jeder in seinem Leben, ob als Arbeitnehmer, Freiberufler oder Privatperson, irgendwann einmal einen Schaden verursachen. Deshalb ist eine private Haftpflichtversicherung eine der bedeutendsten Policen. Sie kommt für Schäden auf, die jeden schnell überfordern können. Vorsicht: Bei grober Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz springt auch diese Versicherung nicht ein.

Wer sich beim Streit mit seinem Chef im Zusammenhang mit der Arbeitnehmerhaftpflicht absichern möchte, setzt auf eine Arbeitsrechtsschutzversicherung.

Wenn der Arbeitgeber kündigt

Nur bei Schäden, die aus grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz entstanden sind, ist eine Kündigung durch den Arbeitgeber rechtlich unanfechtbar.

Kündigungen bei mittlerer oder leichter Fahrlässigkeit sind nach dem Einzelfall zu bewerten. Zum Glück darf ein Chef seinen Mitarbeiter nicht sofort und ohne Abmahnung entlassen, „nur“ weil er einen Fehler gemacht hat.

 

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Frau macht aktive Pause im Büro. Streckt Gliedmaßen vor Schreibtisch mit Hilfe eines gelben Gymnastikballs.

Bewegungspausen im Büro: Gehen und Stehen Sie sich fit!

Sie gehören zu den klassischen Schreibtischtätern? Dann sollten Sie sich häufiger mal die Beine vertreten oder im Stehen arbeiten. Denn wer geht oder steht, fördert seine Gesundheit und verbraucht Kalorien.

Sport hält gesund

Die Meinungen zum Thema Sport gehen bekanntermaßen weit auseinander. Während die einen beruflich wie privat nach dem Motto „Sport ist Mord“ verfahren, können andere nicht einen Tag auf ihr Work-out verzichten. Schließlich werden so Kalorien abgebaut, die man sich in einem schwachen Moment abends vor dem Fernseher angefuttert hat. Wenn Sportmediziner zu mehr Bewegung raten, geht es aber nicht vordergründig um Fitness und Schönheitsideale. Viel mehr zählt, dass wir gesund bleiben – und dafür ist Bewegung unverzichtbar.

Im Stehen verbrennen wir Kalorien

Im Stehen verbraucht der Körper pro Minute immerhin 0,15 Kalorien mehr als im Sitzen, so eine Studie von US-Forschern. Ein 65 Kilogramm schwerer Mensch verliert demnach in vier Jahren gute zehn Kilogramm an Gewicht, wenn er sechs Stunden am Tag steht statt sitzt. Laut Gesundheitsreport der Deutschen Krankenversicherung (DKV) sitzen Büroangestellte im Schnitt sogar elf Stunden am Tag – Grund genug, über mehr Bewegung im Office nachzudenken. Wenn wir uns regelmäßig die Beine vertreten, aktivieren wir Muskeln und Herz-Kreislauf-System und können vielen Krankheiten wie Herzinfarkten, Diabetes und Schlaganfällen vorbeugen.

Körperliche Aktivität auch nach Feierabend wichtig

Noch größer ist der Effekt natürlich, wenn Sie sich neben Fitnesseinheiten im Büro nach der Arbeit auspowern. Ob Sie mit den Fahrrad eine Runde um den See fahren, im Schwimmbecken Ihre Bahnen ziehen oder nach der Arbeit joggen gehen – Ihr Körper wird es Ihnen danken. Gute 150 Minuten Bewegung in der Woche empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Versuchen Sie, diesem Wert zumindest nahezukommen.

Bewegungspausen steigern die Kreativität

Positiver Nebeneffekt: Bewegung im Büro fördert die Kreativität. Zündende Ideen kommen selten, wenn ein Büroarbeiter stundenlang auf den Bildschirm starrt. Besser: aufstehen, Fenster öffnen, einige Minuten umherlaufen und den Kopf frei bekommen – und schon klappt’s mit den Einfällen.

 

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Schwebende Uhr über der Hand eines Businessmannes

Time to work: So funktioniert optimales Zeitmanagement

Im Postfach warten zig E-Mails auf Beantwortung, der angeforderte Bericht ist immer noch nicht fertig – und dann bittet der Chef darum, eine wichtige Aufgabe bis Feierabend zu erledigen. Mit gutem Zeitmanagement wäre das so nicht passiert! Wie Sie es schaffen, Ihre Arbeitsabläufe sinnvoll zu strukturieren und Aufgaben effizient abzuarbeiten, erfahren Sie hier!

Prioritäten setzen

Bevor es an die Arbeit geht, heißt es erst einmal: Prioritäten festlegen. Hierbei ist es wichtig, dringliche und weniger eilige Aufgaben zu unterscheiden und entsprechend mit der wichtigsten Arbeit zu beginnen. Doch legen Sie nicht zu viele Prioritäten-Ebenen an! Dadurch verlieren Sie den Überblick und verzetteln sich, anstatt sich zu strukturieren.

Ziele klar definieren

Stecken Sie sich zu erreichende Ziele schon im Vorfeld. Wer ohne Plan an die Arbeit geht, wird über kurz oder lang scheitern. „Wer kein Ziel hat, kann auch keines erreichen“, wusste schon der chinesische Philosoph Laotse. Denken Sie also  zuerst darüber nach, was sie eigentlich erreichen wollen. So verhindern Sie, dass Sie vom Weg abkommen und Ihr Ziel aus den Augen verlieren.

To-do-Listen entschlacken

Natürlich können To-do-Listen sinnvoll sein. Oftmals führen sie aber dazu, dass der Berg an Arbeit gefühlt nicht abnimmt. Viele Menschen neigen außerdem dazu, sich mehrere Aufgabenlisten zu erstellen – dann geht schnell der Fokus verloren, die Übersicht ist dahin. Eine Faustregel besagt, dass alle Aufgaben, die sich in weniger als zehn Minuten erledigen lassen, nicht auf eine To-do-Liste gehören. Arbeiten Sie weniger umfangreiche Aufgaben besser gleich ab.

„Nein“ sagen

Es fällt nicht immer leicht. Doch wenn Sie einfach mal „Nein“ zum Chef oder Kollegen sagen, können Sie Ihr Arbeitspensum besser erledigen. Wer bis zum Hals in Arbeit steckt, sollte sich nicht noch mehr davon aufhalsen. Lassen Sie sich nicht aus dem Workflow reißen und lehnen Sie weitere Aufgaben ab. Freundlich, aber bestimmt.
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Abbildung eines Großraumbüros mit störenden Angestellten

Großraumbüro: Die größten Störfaktoren am Arbeitsplatz

Der eine hackt auf die Tastatur ein, als gäbe es kein Morgen. Der andere brüllt in den Hörer, als würde er mit der schwerhörigen Großmutter telefonieren. Und wiederum ein anderer macht sich laut schmatzend über sein stark gewürztes Mittagsgericht her: Wer im Großraumbüro arbeitet, benötigt mitunter starke Nerven. Gegenseitige Rücksichtnahme schon die Nerven aller.

Temperatur

Die Raumtemperatur ist in Großraumbüros immer ein Thema. Dem einen ist zu warm, dem anderen zu kalt. Die meisten Menschen empfinden eine Temperatur von 21 bis 22 Grad als angenehm zum Arbeiten. Ist im Büro eine Klimaanlage vorhanden, kann es sinnvoll sein, diese nicht nur entsprechend einzustellen, sondern auch über das gesamte Jahr hinweg zu nutzen. Im Sommer wie im Winter ist die Temperatur so konstant, und die Klagen der Kollegen verstummen nach und nach.

Kühlschrank

Da hat der Kollege mal wieder vergessen, den angebrochenen Joghurt zu entsorgen. Und schon ist der bedeckt von einem schwarzen Flaum. Das ist sowohl unansehnlich als auch ungesund, die giftigen Schimmelsporen können auf andere Lebensmittel übergehen. Aus Rücksichtnahme auf die Kollegen mitgebrachtes Essen regelmäßig entsorgen. Außerdem empfiehlt es sich, den Kühlschrank einmal pro Woche von innen zu reinigen.

Parfum

Wenn ein Kollege am Morgen zu viel vom Lieblingsparfum aufgelegt hat, leidet darunter die gesamte Abteilung. Das Problem: Häufig merken die „Übeltäter“ gar nicht, dass sie es mit dem Duftwasser übertrieben haben. Um eine Geruchsbelästigung zu vermeiden, sollten Frauen wie Männer keine zu intensiv riechenden Parfüms verwenden und diese nur in Maßen verwenden.

Essensgerüche und -geräusche

Der Geruch von Döner, Knoblauch, Pizza und Pommes setzt den Kollegen zu. Wenn sich dann noch lautes Schmatzen dazu gesellt, ist es um den Frieden im Großraumbüro geschehen. Warme, duftende Mahlzeiten sollten in der Küche oder im Aufenthaltsraum gegessen werden. Das schont die Nerven der Kollegen und ist gesünder, als das Essen vor dem Bildschirm reinzuschaufeln.

 

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Mann in Anzug, der mit dem Finger auf seine offene linke Hand zeigt. Boss ich will mehr Geld.

Erfolgreich verhandeln: So klappt’s mit der Gehaltserhöhung

Dienstgespräche mit Vorgesetzten fallen vielen Arbeitnehmern schwer – insbesondere, wenn es um eine gewünschte Gehaltserhöhung geht. Jetzt bloß nichts falsch machen, sonst wird das nichts! Welche Verhandlungsstrategie die besten Aussichten auf eine Gehaltserhöhung verspricht, verraten wir hier.

Veränderte Lebensumstände interessieren den Chef nicht

Im Verhandlungsgespräch auf den Kauf einer Immobilie oder die Geburt eines Kindes und den damit verbundenen höheren finanziellen Bedarf hinzuweisen, ist der falsche Weg. Wer die gewünschte Gehaltserhöhung argumentativ begründet, sollte auf seine persönliche Leistung hinweisen. Das Gehalt ist schließlich die Gegenleistung für geleistete Arbeit. Für ein Unternehmen zählt, welchen Beitrag ein Mitarbeiter am Firmenerfolg hat. Je größer dieser Beitrag ist, desto gerechtfertigter ist die Anhebung des Gehalts.

Gutes Timing entscheidend für die Erfolgsaussichten

Das richtige Timing ist für ein Verhandlungsgespräch ebenfalls entscheidend. Nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, während die Firma in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage steckt, dürfte die Geschäftsführung völlig zurecht als unangebracht auffassen. Bessere Gelegenheiten ergeben sich nach einem geschäftlichen Erfolg oder einem positiven Feedback-Gespräch. Unklug wäre es auch, den Wunsch nach einer Gehaltserhöhung zwischen Kaffeemaschine und Mikrowelle anzusprechen. Bei einer Gehaltsverhandlung handelt es sich um ein dienstliches Gespräch, das im Idealfall in einem geschlossenen Raum unter vier Augen stattfindet.

Verhandlungsziel setzen, kompromissbereit sein

Bevor es in die Verhandlung ums Gehalt geht, sollten Arbeitnehmer für sich einen konkreten Gehaltswunsch formulieren: Wie viel Geld mehr im Monat soll es mindestens sein? Als Einstieg ins Verhandlungsgespräch lässt sich auf das jüngste, positive Feedbackgespräch oder ein Lob vom Chef wegen besonderer Erfolge hinweisen. Der Arbeitnehmer sollte dann seine Freude darüber ausdrücken, dass die Führungskraft die geleistete Arbeit wertschätzt. Eine gute Überleitung zur Gehaltsverhandlung schafft ein Satz wie: „Ich finde das ist ein guter Zeitpunkt, über eine Gehaltsentwicklung nachzudenken.“ Erkundigt sich der Arbeitgeber nun nach den genauen Vorstellungen, ist das bereits der halbe Erfolg. Um Verhandlungsspielraum zu haben, eine Summe nennen, die über dem eigentlichen Gehaltswunsch liegt. Wer zu hoch pokert, läuft allerdings Gefahr, unglaubwürdig zu wirken. Also realistisch bleiben – und Kompromissbereitschaft zeigen. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, das Gehalt in Etappen auf das gewünschte Niveau zu heben.

Auch Kyra hat ein paar gute Tipps in unserem Video

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Zwei flirtende Menschen am Arbeitsplatz

Liebe am Arbeitsplatz: So wird’s keine verhängnisvolle Affäre

Zwei Menschen aus einer Firma verlieben sich ineinander – das ist weder ungewöhnlich noch verwunderlich. Schließlich verbringen Arbeitskollegen viel Zeit miteinander, arbeiten gemeinsam an Projekten und haben oftmals ähnliche Interessen. Da kann schon mal der Funke überspringen. Damit die Liebe am Arbeitsplatz nicht für Irritationen sorgt, sollten Kollegenpaare einige Punkte beachten.

Beziehung vorerst geheim halten

Wer kennt es nicht? Die Liebe ist ganz frisch, die Verliebten möchten ihr Glück am liebsten mit der ganzen Welt teilen! An sich ist das nicht bedenklich. Doch wenn es um Liebe am Arbeitsplatz geht, besser nicht gleich die halbe Firma einweihen. Dafür ist immer noch Zeit. Lieber abwarten, ob die Beziehung zum Kollegen Bestand hat.

Privat und dienstlich trennen

Liebe ist etwas Schönes! Doch die oberste Regel lautet: Am Arbeitsplatz haben Gefühle nichts verloren. Kommt es zwischen zwei Arbeitskollegen zu Reibereien, leidet darunter auch das Betriebsklima. Wichtig ist es also, eine klare Grenze zwischen Beruflichem und Privatem zu ziehen. Auch wenn es in einer Beziehung manchmal kracht – die Arbeit und Kollegen sollen nicht darunter leiden.

Gefühle füreinander nicht offen zeigen

Während sich die Liebe im Alltag ungehindert ausleben lässt, haben Liebesschwüre, Küsse und Händchenhalten auf der Arbeit nichts verloren. Mag die Verliebtheit noch so groß sein: Es gilt, sich am Arbeitsplatz zu disziplinieren.

Heikel: Die Liebe zu Vorgesetzten

Es ist keine Seltenheit, dass Arbeitnehmer Gefühle für einen Vorgesetzen entwickeln. Führungskräfte wirken oftmals besonders fähig, intelligent und stark. Sind sie auch noch charismatisch, macht sie das für viele Kollegen attraktiv. Liebschaften zwischen Vorgesetzten und Untergeben sind jedoch eine heikle Angelegenheit und können zu allerlei Komplikationen im Job führen. Hier ist wichtig, dass ein Paar für sich Regeln definiert und diese im Arbeitsalltag strikt befolgt. Womöglich ist es auch die beste Entscheidung, wenn einer der Verliebten in eine andere Abteilung wechselt oder gar zu einer anderen Firma.

 

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Fangfragen im Bewerbungsgespräch / auf dem Foto: Eine streng gekleidete Personalerin fragt eine Bewerberin in einem Vorstellungsgespräch aus und hackt dabei eine Liste ab.

Fangfragen im Bewerbungsgespräch

Unternehmen nutzen Bewerbungsgespräche gern, um die Schlagfertigkeit oder das logische Denken der Bewerber zu testen, aber auch um an gewisse Informationen zu kommen und die Persönlichkeit, Charaktereigenschaften und soziale Fähigkeiten zu ermitteln.

Daher machen manche Chefs vor schwierigen oder unangenehmen Fangfragen nicht halt. Viele lassen sich davon aus dem Takt bringen. Wer in dieser Situation hingegen selbstsicher bleibt und passend antwortet, hat gute Karten.

Doch welche Fangfragen gibt es? Was wird bezweckt und wie sollten Sie darauf am besten reagieren? Dies erfahren Sie im folgenden kleinen Ratgeber.

Fangfrage 1: „Warum möchten Sie Ihre bisherige Arbeit nicht mehr machen bzw. warum wollen Sie das Unternehmen wechseln?“

Mit dieser Frage möchte der Personaler prüfen, ob Sie Ihrem bisherigen Arbeitgeber gegenüber loyal bleiben und solidarisch gestimmt sind. Anhand dessen möchte er zudem erkennen, wie Sie über sein Unternehmen sprechen werden, falls es irgendwann ebenso zu einer Trennung kommen sollte.

Daher sollten Sie auf keinen Fall zu weit ausschweifen und alles berichten, was Ihnen in Ihrer bisherigen Firma nicht gefallen hat. Reden Sie nicht schlecht über ihren ehemaligen Arbeitgeber. Eine gute Idee ist es, den Jobwechsel mit neuen Karrierechancen in Verbindung zu bringen, beispielsweise mehr Verantwortung, neue Aufgaben, ein größeres Betätigungsumfeld oder die Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten.

Fangfrage 2: Wie beschreiben Sie sich mit nur einem Wort?

Mit dieser Frage möchten Personaler das Selbstkonzept eines Menschen feststellen. Diese Frage ist sehr tückisch, denn ein falsches Wort kann den Anschein erwecken, dass Sie nicht zum Unternehmen passen.

Sie sagen beispielsweise, dass sie anpassungsfähig sind, doch dies bringen Firmen gern mit einer Entscheidungsschwäche in Verbindung. Das Wort „kollegial“ könnte heißen, dass Sie Konflikte scheuen. „Leistungsorientiert“ hingegen ist eine gute Antwort.

Fangfrage 3: Was sind Ihre Stärken und Schwächen?

Diese Frage ist ein Klassiker im Vorstellungsgespräch. Damit möchten Personaler erfahren, wie sich der Bewerber selbst einschätzt. Bei den Stärken empfiehlt es sich, nicht zu überschwänglich zu antworten, aber dennoch selbstsicher und selbstbewusst seine Stärken zu benennen. Gute Antworten sind zum Beispiel Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, hohe Belastbarkeit und optimaler Umgang mit Stress.

Bei der Frage nach den Schwächen sollten Sie nicht zu ehrlich sein, da Ihnen dies sonst große Minuspunkte und schlimmstenfalls eine Jobabsage einbringen könnte. Wichtig ist, dass die Schwäche nicht im Bezug zum Job steht, beispielsweise schlechte Mathekenntnisse. Versuchen Sie, sich so auszudrücken, dass potenzielle Schwächen wie Stärken erscheinen.

Fangfrage 4: Wie gehen Sie mit Kritik um?

Diese Frage hat den Grund, dass Ihr zukünftiger Chef natürlich niemanden einstellen möchte, der sich von Ihnen oder Kollegen nichts sagen lässt. Dennoch ist nicht jede Kritik gerechtfertigt. Daher erklären Sie, dass Sie mit begründeter und sachlich geäußerter Kritik souverän umgehen können.

Verdeutlichen Sie, dass konstruktive Kritik lehrreich und hilfreich sein kann, um zukünftig Fehler zu vermeiden. Doch wer auch einmal Stellung bezieht, zeigt Courage. Sie müssen kein Ja-Sager sein, der keine eigene Meinung hat.

 

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Selbstoptimierung / auf dem Foto: Eine Frau checkt mit Smartwatch und Handy Leistungswerte.

Selbstoptimierer: Spinner oder Trendsetter?

Gesundheit, Glück, Zufriedenheit. Das sind im Wesentlichen die Ziele der sogenannten Selbstoptimierung. Es sind Zustände nach denen eigentlich jeder strebt. Selbstoptimierer versuchen diese aber auf eine ganz bestimmte Art und Weise zu erreichen. Durch eine quasi datengestützte Selbstüberwachung.

Bei der Selbstoptimierung werden im Laufe des Tages möglichst viele Daten des Körpers gesammelt. Diese Daten werden dann ausgewertet und geschaut, wo sie vom angestrebten Optimum abweichen. In der Folge wird dann versucht das gewünschte Optimum zu erreichen oder gar weiter anzuheben.

Die Industrie hinter der Selbstoptimierung

Ratgeber und Selbsthilfebücher zur Selbstoptimierung gibt es schon seit geraumer Zeit wie Sand am Meer. Egal zu welchem Thema. Ob es Fitness, Ernährung oder das Liebesleben ist. Überall wird die Verbesserung des Wohlbefindens (manchmal inklusive Glück) versprochen. Und der Trend scheint nicht abzunehmen – im Gegenteil.

Die findigen Entwickler – häufig aus dem Silicon Valley – machen sich in den letzten Jahren diesen Trend zur Nutze und verbinden selbigen mit der neuesten Technik. Mit Hilfe von Smartphone, Smartwatch und Tablet lassen sich durch Apps jederzeit und überall allerlei Daten aus dem Alltag erfassen, auswerten und analysieren. Angefangen bei einfachen Schrittzählern, über Herzfrequenzmesser bis hin zu Kalorienverbrauchskalkulatoren. Für nahezu alles gibt es eine App.

All diese Ratgeber, Selbsthilfebücher, Apps etc. versprechen ein besseres, gesünderes und glücklicheres Leben. Aber hält die Selbstoptimierung auch das, was sie verspricht? Sind Menschen, die ständig nach Optimierung in allen möglichen Bereichen streben wirklich glücklicher oder zufriedener? Das darf zumindest bezweifelt werden.

Die psychologische Sichtweise auf die Selbstoptimierung

Die Psychologie sieht das übertriebene Streben nach immer mehr Selbstoptimierung jedenfalls kritisch. Der enorme Aufwand, den einige Selbstoptimierer betreiben, indem sie ständig trainieren, Diät halten, sich teure Kleidung kaufen etc. kann zu einem permanenten Druck und Stress führen.

Diesem freiwilligen Druck der Selbstüberwachung setzen sich laut Psychologen überwiegend Leute aus, die Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl haben. Sie suchen und brauchen eine anhaltende Bestätigung, die sie im Notfall auch anhand von Zahlen ihres Smartphones entgegennehmen. Extreme Fälle von Selbstoptimierung lassen sich von der Psychologie gar dem Krankheitsbild des Narzissmus zuordnen. Die stark ausgeprägte Selbstverliebtheit des Selbstoptimierers verlangt wie die des Narzissten nach ständiger Bestätigung.

Das heißt selbstverständlich nicht, dass jeder Mensch, der sich selbst und Teile seines Lebens optimieren möchte, ein Narzisst ist. Aber das übertriebene, ständige Streben nach immer mehr Selbstoptimierung, ist für die psychische Gesundheit durchaus ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor.

Fazit

Handelt es sich bei Selbstoptimierern nun also um Trendsetter oder Spinner? Im Trend liegen sie auf jeden Fall. Von Spinnern sollte man bei Selbstoptimierern zwar nicht reden, aber man darf schon hinterfragen wie zielführend deren Herangehensweise ist.

Glück, Zufriedenheit und Wohlbefinden sind nämlich nicht eindeutig objektiv messbare Konstrukte und das selbige mit messbaren Konstrukten direkt korrelieren ist eher unwahrscheinlich. Gesünder könnte es sein, einfach auf sein Gefühl und seinen Verstand zu hören, anstatt blind seinen Apps zu folgen.

 

Urheber des Bildes: andreypopov / 123RF Standard-Bild

Verschnupfter junger Mann in hellem Büro mit einem Taschentuch in der Hand vor einem Laptop. Die andere Hand hält er sich an die Stirn. Er verzieht ein bisschen sein Gesicht, da er anscheinend Kopfschmerzen oder Fibre hat. Das Büro ist hell und modern eingerichtet.

Typischen Bürokrankheiten vorbeugen

Viele sind der Meinung, dass die Arbeit im Büro gesundheitsschonend ist, da die physische Anstren-gung gering und das Arbeitsumfeld sauber ist. Dabei unterliegen viele Büroangestellte dem Risiko von zahlreichen Bürokrankheiten.

Diese machen sich auf verschiedene Weise bemerkbar und umfassen bei weitem mehr als Rücken-schmerzen und Verspannungen. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie, welche es sind und wie Sie vor-beugen können, um eine langfristige Schädigung der Gesundheit zu vermeiden.

Muskel- und Skeletterkrankungen

Insbesondere der Bewegungsapparat reagiert auf ein andauerndes Sitzen. Dies gilt vor allem, wenn kein Ausgleich durch ausreichend Bewegung erfolgt und der Arbeitsplatz nicht ergonomisch gestaltet ist.

Zu den größten gesundheitlichen Problemen gehören Rückenschmerzen und Verspannungen. Die Gründe dafür sind ein zu langes Sitzen, meist in einer falschen Position, eine verkrampfte Haltung und mangelnde körperliche Betätigung.

Wie können Sie Rückenschmerzen und Verspannungen vermeiden?

Regelmäßige Bewegung sowie eine Stärkung der Muskulatur kann dabei helfen, den Beschwerden vorzubeugen. Ebenso wichtig ist eine optimale Ergonomie am Arbeitsplatz: Dazu gehört ein hochwer-tiger Stuhl, der richtig eingestellt ist. Die Beine sollten im Sitzen ungefähr 90 Grad angewinkelt sein und die Fußsohlen den Boden vollständig berühren. Die Rückenlehne reicht im Idealfall bis zu den Schulterblättern.

Die Möglichkeit, einen Teil der Arbeit stehend zu erledigen, ist ebenfalls eine gute Prävention. An-sonsten sollten Sie Ihre Haltung regelmäßig ändern, am besten jede halbe Stunde. Zudem sollten Sie zur Lockerung der Muskeln einmal in der Stunde aufstehen.

Augenprobleme

Auch Augenprobleme treten bei Büroarbeitern häufig auf, denn die Arbeit am Computer stellt eine Belastung dar. Der Grund ist, dass die Augen trocken werden können, wenn zu lange auf den Bild-schirm geschaut wird. Zudem können sie brennen oder tränen. Dadurch verschwimmt das Sichtfeld immer wieder.

Die Helligkeit des Monitors und die kleine Schrift reizen und belasten die Augen zusätzlich. Das Prob-lem ist, dass trockene Augen die Hornhaut beschädigen können. Dies wiederum begünstigt Sehschwä-chen.

Wie können Sie Augenprobleme vermeiden?

Um die Augen zu schonen, sollten Sie auf eine optimale Höhe und Größe des Bildschirms achten. Zudem sollte er nicht zu hell sein. Daneben sind regelmäßige Pausen wichtig, um die Augen nicht zu überstrapazieren. Schließen Sie sie hierfür einige Minuten lang, um sie zu entspannen.

Darüber hinaus sind spezielle feuchtigkeitsspendende Augentropfen erhältlich, die gegen eine Tro-ckenheit und ein Brennen helfen. Des Weiteren ist es wichtig, stets genügend zu trinken.

Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme

Viele Büroangestellte klagen über Spannungskopfschmerzen. Die Ursachen sind vielseitig. Ausschlag-gebend können z.B. Zwangshaltungen am Arbeitsplatz und daraus resultierende Verspannungen, die die Kopfschmerzen begünstigen, eine mangelnde Flüssigkeitszufuhr, ungeeignete Lichtverhältnisse und schlechte Luft sein.

Wie können Sie Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme vermeiden?

Eine ergonomische Haltung, mehr Bewegung, genügend Trinken, eine helle Beleuchtung und die re-gelmäßige Zufuhr von Frischluft können wahre Wunder bewirken und dabei helfen, Kopfschmerzen zu vermeiden. Stellen Sie sich eine Getränkeflasche stets in das Sichtfeld des Schreibtisches auf.

Fazit

Büroarbeit hat durchaus Vorteile wie die geringe physische Belastung und das saubere Arbeitsumfeld, aber eben auch Nachteile.

Das lange Sitzen, zu wenig Bewegung, eine falsche Körperhaltung am PC und eine große Augenbelas-tung können verschiedene Bürokrankheiten auslösen. Um chronische Beschwerden zu verhindern, sollten Sie unbedingt an die richtige Vorbeugung denken.

 

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Gut gekleidete Geschäftsfrau und Gute gekleideter Geschäftsmann sitzen sich gegenüber und reden über ein Säulendiagramm , welches die Frau hochhält und dem Mann zeigt. Die Frau, die von vorne zusehen ist, trägt eine Brille mit dunklem schwarzen Rand und schaut den Geschäftsmann an. Dieser ist nur von hinten zu sehen.

Das Jahresgespräch optimal vorbereiten

Einmal im Jahr – ein wichtiger Termin … Das Jahresgespräch! Dieser Begriff mag etwas trocken daher kommen, aber er kann die Weichen für ein Plus an Geld, Freude und Zusammenhalt im Team bzw. in der Firma allgemein bedeuten.

Sehen Sie das Gespräch also nicht als ein lästiges Übel an, sondern als eine Chance, sich und Ihre Perspektiven in der Firma im Vorweg zu betrachten, um gezielt in diesem Gespräch daran zu arbeiten. Auf geht es also!

Listen, Listen – was muss hinein?

Es mag den lockeren Typus geben, der geht in jede Situation „spontan“ hinein. Das erspart ihm Stress im Vorweg, kann aber leicht dazu führen, dass das Gespräch, um das es hier geht, komplett aus dem Ruder läuft, seinem Ruder.

Machen Sie es besser, indem Sie sich minutiös Notizen machen, was Sie in dem Gespräch alles behandelt sehen möchten. Denken Sie sich das Gespräch als Dialog, nicht als Einbahnstraße, in der Sie dirigiert werden. Nur wenn Sie die Themen anbringen, die Ihnen auf dem Herzen liegen, haben Sie eine Chance, dass sich Ihr Standing in der Firma verbessert.

Also heißt es, ein paar Tage zuvor die Listen der Themen zusammen stellen. Was ist Ihnen wichtig?

Money makes the world go round

Stellen Sie eine Liste zusammen, die alles abdeckt, was für Sie wesentlich ist. Im Arbeitsalltag und auch dafür, dass Sie sich wohl/er fühlen beim täglichen Gang ins Büro. Natürlich wird das Thema Geld sofort aufpoppen, das dürfen Sie auch gerne oben auf die Liste setzen.

Dazu sollten Sie sich aber auch ein paar Argumente einfallen lassen, weshalb Ihre Leistung mehr wert ist, als Sie bisher dafür erhalten. „Hey, Boss, ich brauch mehr Geld!“, das funktioniert nur im Schlager, und der ist auch schon reichlich alt. Lassen Sie beim Thema Geld also Ihre Meriten funkeln, stellen Sie auch erweiterte Kompetenzen in einem guten Licht dar.

Kurz: Behandeln und sehen Sie sich selbst als Diamanten, der gerne vom Chef so gesehen werden darf. Ihren Werdegang in der Firma kennt er zwar, aber nicht in jedem Detail. Sorgen Sie dafür, dass er das nachholen kann. Vornehm schweigen, sich kokett als Mauerblümchen präsentieren, so kommt keine Fahrt ins die Finanzen!

Das Vorankommen in der Firma versus innere Kündigung

Gerade, wenn Sie sich bei einer Art bleierner Müdigkeit ertappen, wenn Sie denken, dass Sie gleich den 41-er Bus zum Büro nehmen müssen, um sich mit dem Kollegen Meyer um den Rest Kaffee zu streiten, sollten Sie das Jahresgespräch dazu nutzen, Ihre Karriere voran schreiten zu lassen.

Gemäß der erwähnten Dialogidee können Sie den Vorgesetzten fragen, was er an Optionen für Sie bereit hält. Dann sind Sie dran, und Sie können in glühenden Farben skizzieren, wie Sie auch als Außendienstmitarbeiter für die Firma ordentlich aktiv werden können.

Dass Sie dabei im Kopf haben, nie mehr morgens in den 41-er Bus, sondern in einen Firmenwagen zu springen, und Meyer seinen Kaffee allein trinken lassen wollen, muss Ihr Chef ja nicht wissen.

Handeln Sie also, da Sie wissen, dass Sie gut sind, eine für Sie befriedigende Zukunft in der Firma aus. Die Chance ist da – nutzen Sie sie!

 

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Schwarz-Weiß Illustration eines Seifenspender mit einem Tropfen Seife, der auf zwei Hände fällt.

Bürohygiene: Prävention nach dem TOP-Prinzip

Nicht nur während der Erkältungssaison ist Bürohygiene wichtig: Konsequent angewendet, schützt sie die Belegschaft das ganze Jahr über vor Krankheiten. Das sogenannte TOP-Prinzip hilft dabei.

Hohe Fehlzeiten durch Viren

Im Büro geben sich das ganz Jahr über Menschen die Klinke in die Hand, im Eingangsbereich ebenso wie im WC und in der Teeküche. Das hat Folgen: Wenn es an der Bürohygiene mangelt, grassieren schnell Grippe, grippale Infekte und Magen-Darm Infektionen. Die Folge: erhöhte Fehlzeiten bei den Mitarbeitern. Die klassischen Übertragungswege sind direkter und indirekter Hautkontakt sowie Tröpfcheninfektionen.

Das heißt: Hände zu schütteln, Türen zu öffnen, zu niesen oder ein Schluck aus dem Wasserglas des Schreibtischnachbarn zu nehmen kann bereits zu einem Überspringen der Viren von einer Person auf die andere führen.

Keimherde im Büro

Das Büro steckt voller Ansteckungsherde, ein besonders großer ist die Kaffeeküche: So stecken die Wasserhähne durch ihr feuchtes Umfeld voller Keime, ebenso die Türgriffe an Schränken und Mikrowellen, die täglich von einer Vielzahl von Händen geöffnet und geschlossen werden. Eine ähnlich hohe Keimbelastung weisen PC-Tastatur und Maus auf: Hier landen alle Keime, die vorher in anderen Bereichen „mitgenommen“ wurden. Dasselbe gilt für Telefone, Arbeitsmaterialien und Schreibtischoberflächen. Bürohygiene ist deshalb überaus wichtig.

Erste Hygiene-Hilfe: Das TOP-Prinzip

Um das Risiko von Infektionen zu minimieren, sind sowohl die Angestellten als auch die Geschäftsführung in der Pflicht. Sie können sich am TOP-Prinzip für effektive Bürohygiene orientieren – TOP steht für technische, organisatorische und persönliche Hygienemaßnahmen im Betrieb.

T: Technische Maßnahmen

Hier ist der Arbeitgeber gefragt: Es liegt an ihm, seinen Mitarbeitern ausreichend Hygieneartikel an die Hand zu geben und sie über Hygienemaßnahmen aufzuklären. Dabei muss es nicht bei der Seife auf der Toilette bleiben: Desinfektionstücher für Tastatur und Maus sind ebenso sinnvoll wie ein Desinfektionsspender an der Eingangstür.

O: Organisatorische Maßnahmen

Das regelmäßige Reinigen des eigenen PC-Arbeitsplatzes ist eine organisatorische Maßnahme zur Bürohygiene, die gleich zu Arbeitsbeginn schnell erledigt ist. Weitere mögliche Maßnahmen: Lassen sich die Arbeitsplätze auf verschiedene Räume verteilen? Wenn ja, ist das eine kluge Entscheidung. Wichtig ist auch regelmäßiges Lüften im Büro, gerade im Winter – die trockene Heizungsluft reizt die Schleimhäute, die dann besonders anfällig für Viren sind. Ist es in der Erkältungszeit bereits zu mehreren grippal bedingten Krankheitsfällen gekommen, kann der Arbeitgeber seinen Angestellten das Arbeiten im Home-Office anbieten. So lassen sich weitere krankheitsbedingte Ausfälle im Büro verhindern.

P: Persönliche Maßnahmen

Die erste und wichtigste Maßnahme ist: regelmäßig die Hände waschen! Nicht nur dann, wenn man aus der Mittagspause kommt oder nach dem Toilettengang. Grassieren grippale Infekte, kann man im Job auch mal aufs Händeschütteln verzichten – sollte seinem Gegenüber aber natürlich erklären, warum man ihm nicht die Hand gibt. Bei Besprechungen lässt sich im Zweifelsfall etwas Abstand zu den Kollegen halten, darüber hinaus sollte man sich zur Grippehochzeit möglichst nicht an Mund und Nase fassen. Und falls es einen erwischt hat, heißt die Devise: zu Hause bleiben und das Bett hüten. Die Kollegen werden es danken – die eigene Gesundheit auch.

 

 

Auch Timo weiß sich vor Erkältungen zu schützen

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Drei entspannte, junge Geschäftsleute vor einem Laptop in Sessel und Sofa sitzend miteinander redend.

Body-Talk: Mit Körpersprache im Job punkten

Nonverbale Kommunikation begegnet uns ständig und nahezu überall. Mit der richtigen Körpersprache legen wir einen selbstsicheren und sympathischen Auftritt hin, punkten in Meetings und Geschäftsgesprächen. Wir haben vier der wichtigsten Body-Talk-Elemente zusammengetragen!

Fester Händedruck

Am Anfang einer jeden Begegnung steht der Händedruck. Hier kann man vieles richtig und noch viel mehr falsch machen. Um dem Gegenüber Selbstsicherheit zu signalisieren gilt: kräftig zudrücken, nicht zu kurz und nicht zu lang. Außerdem darauf achten, die ganze Hand zu greifen. Wer nur den vorderen Teil der Hand reicht, drückt Unentschlossenheit aus.

Augenkontakt halten

In einem Gespräch Augenkontakt zu halten, zählt zu den wichtigsten Regeln der nonverbalen Kommunikation. Jemand, der Blickkontakt hält, macht auf seinen Gesprächspartner einen überzeugenden Eindruck. Schweift der Blick dagegen ständig in die Ferne, wirkt das unsicher oder schlichtweg desinteressiert.

Distanz bewahren

Eine Armlänge Abstand, das gilt auch im Berufsleben. Jeder Mensch lebt unbewusst in einer „Raumblase“. Kommt uns jemand zu nah und dringt in den persönlichsten aller Bereiche ein, wird das leicht als Angriff und Bedrängung empfunden. Gleichzeitig sollte der Abstand zum Gesprächspartner nicht zu groß sein. Die räumliche Entfernung kann die emotionale Ebene, auf der die Personen miteinander kommunizieren, negativ beeinflussen.

Entspannt lächeln

Wer in einem Gespräch lächelt, wirkt nahbarer und gibt seinem Gegenüber ein gutes Gefühl. Vor allem in Meetings und vor Präsentationen kann ein geschickt eingesetztes Lächeln die Stimmung auflockern – nicht nur beim Gegenüber. Kleine Faustregel: Man positioniert sich im Raum, richtet sich ein und blickt erst dann entspannt und mit einem natürlichem Lächeln im Gesicht in die Runde. Betritt jemand zwanghaft grinsend den Raum, wirkt das aufgesetzt und überzeugt wohl die wenigsten. Man sollte auch nicht lächeln, um zu gefallen. Ein freundliches und authentisches Lächeln signalisiert, dass man mit sich selbst zufrieden ist.

 

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Illustration mit vielen unterschiedlichen Symbolen wie Glühbirne, Bleistift, Lupe, Notizbuch, Zahnrad, Fragezeichen etc.

Wichtig für die Bewerbung: Welches Skill-Set haben Sie?

Ganz gleich, welchen Beruf Sie ausüben: Jeder Job erfordert ein bestimmtes Skill-Set. Damit sich die Personalabteilung ein besseres Bild von Ihren Qualitäten machen kann, sollten Sie Ihre Skills bereits in der Bewerbung herausstellen.

Skill-Set – Begriffsdefinition

Der Begriff Skill stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Fähigkeit, Fertigkeit oder Kompetenz. Bei einem Skill-Set handelt es sich also um eine Anzahl an Kenntnissen und Fähigkeiten, die wir im Beruf einsetzen können.

Soft, Hard, Business: Welche Skills besitzen Sie?

Skills sind nicht gleich Skills, jeder Mensch verfügt über bestimmte fachliche wie auch persönliche Fähigkeiten. Gewissen Kernkompetenzen werden dabei den Soft, Hard und Business Skills zugeordnet.

  1. Soft Skills

    Unter Soft-Skills versteht man solche Fähigkeiten, die das Verhalten und die Persönlichkeit eines Menschen umschreiben. Soft Skills zeigen sich insbesondere in der Interaktion mit anderen Menschen, sie werden deshalb auch als soziale Kompetenzen bezeichnet. Soft Skills sind schlecht mess- und überprüfbar.

  2. Hard Skills

    Bei Hard Skills handelt es sich um Fähigkeiten, die für einen bestimmten Job von grundlegender Bedeutung sind. Sie sind Kompetenzen, die ein Bewerber unbedingt vorweisen muss. Die Kenntnisse aus Schule und vor allem Ausbildung und Studium lassen sich anhand von Zeugnissen und Zertifikaten objektiv belegen, Hard Skills unterscheiden sich insofern von Soft Skills.

  3. Business Skills

    Bei den Business Skills handelt es sich weniger um durch Zeugnisse belegte Fertigkeiten, sondern um beruflich relevante Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Gewissenhaftigkeit. Business Skills haben naturgemäß im Berufsleben eine sehr hohe Bedeutung.

Mit einer Skill-Liste aufs Vorstellungsgespräch vorbereiten

Um sich auf ein bevorstehendes Bewerbungsgespräch vorzubereiten, ist die Erstellung einer Liste mit den jeweiligen Anforderungen hilfreich. Fertigen Sie eine Tabelle mit einer Spalte für Kann- und einer für Muss-Anforderungen an. Setzen Sie ein Häkchen hinter jeder Kompetenz, über die Sie verfügen. Sie erfüllen einen Großteil der Muss-Anforderungen und können zusätzlich einige Kann-Kompetenzen verbuchen? Perfekt! Nun entscheidet eigentlich nur noch die persönliche Chemie zwischen dem Personaler und Ihnen darüber, ob Sie den Job bekommen.

 
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Kleiner Junge mit einem eingerahmten Schild auf dem "Thank You!" steht.

Antwort auf E-Mails erhalten: „Danke“ ist das Zauberwort

Eine geschäftliche E-Mail will geschliffen und professionell formuliert sein – besonders, wenn man von seinem Gegenüber eine möglichst zügige Antwort benötigt. Die richtige Schlussformel kann da hilfreich sein.

Konventionelle Standards sind die Norm

Es geht bereits mit der Betreffzeile los: Welche Formulierung stellt sicher, dass die E-Mail sofort gelesen wird? In der Regel bleibt der Schreiber sachlich – und bringt sein Anliegen schnell und möglichst genau auf den Punkt. Ist der Inhalt korrekt und präzise formuliert, geht es an die Schlussformel: In der Regel ein formal korrektes „Mit freundlichen Grüßen“. Jetzt wird die Mail abgeschickt – in der Hoffnung, dass sie der Empfänger gleich liest und die gewünschte Antwort schnell ins Postfach flattert. Untersuchungen zeigen: Wer sich am Schluss seiner Nachricht im Vorwege bedankt oder etwas emotionaler wird, erhöht die Chancen auf eine schnelle Bearbeitung und Antwort.

Höflichkeit zahlt sich aus

Die US-Softwarefirma Boomerang hat untersucht, welche Schlussformel die höchste Antwortrate erzielt. Dazu wertete das Unternehmen 350.000 in den USA versendete E-Mails aus. Zwar sind hier die Schlussformeln englisch, aber das Ergebnis ist aufgrund seiner Eindeutigkeit auch für den geschäftlichen Mailverkehr in Deutschland relevant: Die höchste Antwortraten erzielten E-Mails, in denen sich der Schreiber höflich bedankte – die Formulierungen haben wir ins Deutsche übersetzt.

„Danke im Voraus“ kommt laut Untersuchung mit über 65 Prozent auf die höchste Antwortrate, gefolgt vom schlichten „Danke“ mit 63 Prozent. Die Formulierung „Ich danke Ihnen“ belegt mit fast 58 Prozent den dritten Platz.

Ebenfalls erfolgreich: Ein Schuss Emotionalität

Zusätzlich scheint sich Emotionalität positiv auszuwirken, wie eine weitere Untersuchung nahelegt. Dafür wurden E-Mails an Studenten versendet, in denen der Absender um Hilfe beim Verfassen einer Bewerbung bat. Die eine Hälfte der Mails endete mit dem Satz: „Ich danke dir so sehr“, die andere wurden ohne diese Schlussformel verschickt. Ergebnis: Die Mails mit emotionaler Schlussformel erhielten deutlich mehr positive Antworten als die E-Mails ohne.

Fazit: Wer sich am Ende einer E-Mail im Voraus für eine erwünschte Handlung bedankt und dabei gegebenenfalls Emotionen mitschwingen lässt, erhöht die Chancen auf eine schnelle Antwort.
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Businessmann mit Kugelschreiber vor einer Akte und einem kleinen weißen Modellflugzeug seine Reisekostenabrechnung machend

So geht Reisekostenabrechnung für Unternehmer!

Wer als Unternehmer beruflich viel unterwegs ist, muss seine Reisekosten professionell abrechnen, um sie steuerlich geltend zu machen.

Erste Arbeitsstätte und Auswärtstätigkeit

Natürlich dürfen Unternehmenslenker nur Ausgaben als Betriebsausgaben geltend machen, die durch eine berufliche Reisetätigkeit entstanden sind. Das heißt: Der Unternehmer muss außerhalb seiner Wohnung und seiner „ersten Arbeitsstätte“ tätig sein. Letzteres ist in der Regel die eigene Firma, kann aber auch eine Auslandsfiliale sein, in der ein Unternehmer regelmäßig arbeitet.

Reisekosten, die sich steuerlich geltend machen lassen, entstehen für das Finanzamt auf einer „Auswärtstätigkeit“.

Absetzbare Pauschbeträge

Für die Kosten von Fahrten, Übernachtungen und Verpflegung während einer Auswärtstätigkeit im Inland hat der Gesetzgeber Pauschalbeträge festgelegt. Im Inland gelten pro Tag folgende Beträge:

  • Bei einer eintägigen, auswärtigen Tätigkeit von mehr als acht Stunden, ohne Übernachtung: 12 Euro
  • Bei einer mehrtägigen auswärtigen Tätigkeit mit 24 Stunden Abwesenheit: 24 Euro
  • Für den Anreisetag bei einer mehrtätigen Dienstreise inklusive Übernachtung außerhalb der Wohnung: 12 Euro
  • Für den Abreisetag bei einer mehrtätigen Dienstreise mit Übernachtung außerhalb der Wohnung: 12 Euro

Bei einer mehrtägigen Dienstreise inklusive Übernachtung außerhalb der Wohnung werden für den An- und Abreisetag 12 Euro angesetzt. Dabei ist gleichgültig, wie viele Stunden der Unternehmer unterwegs ist.

Dauert die Auswärtstätigkeit nur einen Tag ohne Übernachtung, lässt sich die Pauschale für diesen An- und Abreisetag in Höhe von 12 Euro nur dann ansetzen, wenn die Reisezeit länger als acht Stunden betragen hat.

Kosten für die Übernachtung

Um die tatsächlich anfallenden Kosten für eine Übernachtung als Betriebsausgabe abzuziehen, weist sie der Unternehmer gegenüber dem Finanzamt mit Belegen nach. Für diese Kosten gilt der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent, die Vorsteuer lässt sich geltend machen.

Die Ausgaben für Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie für Service-Pauschalen sind getrennt auszuweisen, da hier der reguläre Steuersatz von 19 Prozent gilt. Es genügt allerdings, sie als Sammelposten zusammen einzureichen.

Zu den Einzelposten der Service-Pauschale gehören

  • Bügeln und Reinigen von Kleidung
  • Transport von Gepäck
  • Kosten für E-Mail und Telefon
  • Kosten für den Transfer zwischen Hotel und Bahnhof oder Flughafen
  • Parkgebühren
  • Schuhputzservice

Die Service-Pauschale ist über die Einzelbelege voll absetzbar.
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Frau vor Tafel, auf der angespannte Arme mit großen Muskeln zu sehen sind

Motivate Yourself: 10 Tipps zur Selbstmotivation

Wer kennt sie nicht? Diese Tage, an denen uns alles sinnvoller erscheint, als sich diszipliniert an den Schreibtisch zu setzen. Da wird im Homeoffice der Abwasch der wichtigen Präsentation vorgezogen oder im Büro die Ablage sortiert statt wichtige E-Mails zu beantworten. Diese zehn Tipps zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Motivationstief überwinden können.

  1. Das eigene „Warum“ kennen

    Im Job ist es unerlässlich, sein „Warum“ zu kennen. Wenn Sie wissen, warum Sie jeden Morgen aufstehen und zur Arbeit gehen, fällt es Ihnen mit Sicherheit leichter, motiviert zur Tat zu schreiten.

  2. Zeit für sich nehmen

    Gerade in stressigen Phasen tun kleine Ruheeinheiten gut. Nur wer seinem Körper regelmäßige Auszeiten in Form von Meditation, Sport oder Ähnlichem gönnt, kann in intensiven Arbeitsphasen auch produktiv sein.

  3. Auf die eigenen Stärken besinnen

    Haben Sie Selbstvertrauen, besinnen Sie sich auf Ihre Stärken. Meistens sind die Dinge, die Sie besonders gut können, auch die, die Ihnen am einfachsten gelingen. Starten Sie damit.

  4. Step by Step – Zwischenziele setzen

    Es bringt nichts, sich ein unerreichbar großes Ziel zu setzen. Besser, Sie legen für sich mehrere Zwischenziele fest. Sie werden sehen, die Motivation steigt.

  5. Sich selbst belohnen

    Sind Sie mit Ihrer Arbeit gut vorangekommen und haben Ihre Zwischenziele erreicht? Dann ist es Zeit für eine kleine Belohnung, Sie haben es sich verdient!

  6. Motivierende Erinnerung

    Wenn Sie Ihre Aufgaben auf Kärtchen schreiben und diese stets vor Augen haben, erinnern Sie sich selbst daran, was Sie noch erledigen müssen. Auch das kann eine Form der Motivation sein.

  7. Deadline setzen

    Einige Menschen arbeiten unter Zeitdruck am effektivsten. Setzen Sie sich deshalb eine Deadline, die Sie aber nicht unter Druck setzt.

  8. Konsequenzen bewusstmachen

    Was passiert, wenn Sie eine Aufgabe nicht erfüllen? Es kann hilfreich und motivierend sein, sich die Konsequenzen für einen selbst und den Arbeitgeber zu vergegenwärtigen.

  9. Erfolge visualisieren

    Visualisieren Sie die Erfolge, die Sie durch das Erledigen von Aufgaben erzielen können, vor Ihrem inneren Auge. Das steigert die Motivation, die Vorstellung in die Wirklichkeit umzusetzen.

  10. Gefühle ins Spiel bringen

    Wenn Sie Ihre Aufgaben und Ziele mit positiven Gefühlen verbinden, werden Sie langfristig höher motiviert sein. Bestimmt!

 

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Auf einer Scheibe per Hand geschriebenes JUST SAY NO

Nein sagen lernen und gesünder leben

Kommt Ihnen das bekannt vor: Sie haben Urlaub, doch Ihr Kollege ruft Sie zu Hause an, da er Ihre Hilfe benötigt? Sie machen Überstunden, weil Ihr Chef noch einen Auftrag hinzugefügt hat? Eigentlich haben Sie keine Zeit, doch Sie können nicht Nein sagen? Dann geht es Ihnen wie vielen anderen Menschen, die häufig frustriert sind und sich ausgenutzt vorkommen.

Doch warum fällt es ihnen so schwer, Nein zu sagen und wie kann es erlernt werden? Immer wieder Ja zu sagen kann sowohl in körperlicher als auch psychischer Hinsicht negative Auswirkungen haben.

Im folgenden Ratgeber erhalten Sie nützliche Tipps, wie Sie es lernen können, auch mal Nein zu sagen.

Sagen Sie ab und zu „Nein“

Die Situation, dass entweder der Chef oder Kollegen um die Erledigung von Aufgaben bitten, ist natürlich nichts Ungewöhnliches in einem Unternehmen. Doch selten wird nachgefragt, ob überhaupt Zeit dafür da ist. Es ist wichtig, dass Sie in dieser Situation überlegen, ob Sie die Aufgabe übernehmen können oder nicht.

Falls Sie sich nicht dazu in der Lage sehen, sollten Sie Nein sagen und dies begründen. Die netten und hilfsbereiten Kollegen, die nie Nein sagen, sind natürlich herzlich willkommen. Sie machen das Leben erheblich leichter und nehmen gern einmal die Arbeiten ab. Doch Sie selbst zahlen dafür den Preis, wenn Sie nicht Nein sagen können. Einem Kollegen hin und wieder auszuhelfen, ist natürlich völlig in Ordnung, aber eben nicht immer.

Warum fällt es so schwer „Nein“ zu sagen?

Die Gründe können sehr unterschiedlich sein:

  • Das „Ja“ erscheint positiv, bequem und kommt leichter über die Lippen als ein Nein.
  • Es erspart einem Auseinandersetzungen und Diskussionen.
  • Es wird Konflikten aus dem Weg gegangen.
  • Es stellt sich das Gefühl ein, dadurch mehr gemocht, geschätzt oder gar abgelehnt zu werden.
  • Ein Nein wird oftmals damit verbunden, in der Gunst der Kollegen oder des Chefs zu sinken.
  • Viele befürchten Konsequenzen und Nachteile, beispielsweise den Job zu verlieren.
  • Manchmal ist es auch das Bedürfnis, im Beruf unverzichtbar zu sein und gebraucht zu werden. Wer zu allem Ja sagt, sorgt dafür, dass niemand anderes gefragt wird.

Welche Auswirkungen hat es, nicht Nein sagen zu können?

Wer immer Ja sagt und anderen seine Hilfe bereitwillig zukommen lässt, kann u.U. einen hohen Preis zahlen. Betroffene überlasten sich, lassen sich ausnutzen und machen aufgrund der Überforderung oftmals mehr Fehler. Letztendlich werden Ja-Sager in der Regel weniger respektiert als die, die hin und wieder auch mal Grenzen setzen.

Es ist wie im so häufig im Leben: Was einfach zu haben ist, hat weniger Wert und wird weniger geschätzt. Wer hingegen gelegentlich Nein sagt, wird umringt und geachtet. Lernen Sie daher unbedingt, Nein zu sagen, ohne dass Sie dabei Schuldgefühle haben.

Die Fähigkeit, „Nein“ zu sagen, zeichnet selbstbewusste und erfolgreiche Menschen aus, die in der Regel im Leben vorwärts kommen und ihre Ziele erreichen. Ja-Sager hingegen werden häufig ausgenutzt, während die Nein-Sager Karriere machen. Ungewollte Zustimmung hemmt die Lebensfreude, verbraucht unnötig Energie und zu viel Ja-Sagen kann sogar zum Burn-out führen.

Nein sagen lernen – die besten Tipps

Richtig „Nein“ zu sagen, ist etwas, das erlernt werden kann. Zunächst einmal ist es immer wichtig, Argumente und Begründungen für das Nein zu haben. Wenn Ihnen dies nicht so schnell gelingt, sollten Sie sich Bedenkzeit verschaffen. Sagen Sie, dass Sie kurz darüber nachdenken müssen und schnellstmöglich Bescheid geben. Dann können Sie in aller Ruhe entscheiden, ob ein Ja oder Nein angebracht ist.

Üben Sie das Nein sagen. Führen Sie sich Situationen vor Augen, in denen Sie zum Ja-Sagen tendieren. Legen Sie sich zurecht, wie Sie das nächste Mal reagieren. Bewahren Sie dabei Haltung und seien Sie selbstbewusst. Legen Sie negative Denkmuster ab, denn ein Großteil davon entspricht nicht der Realität.

Fazit

Lernen Sie, statt immer unterwürfig zu allem ja hin und wieder auch ein begründetes Nein zu sagen. Es fördert den Respekt der anderen vor Ihrer eigenen Person und schützt Sie vor einer Ausnutzung und Überforderung. Wer Erfolg im Beruf haben möchte, sollte aufhören, seine eigene Meinung zu unterdrücken und allem zuzustimmen. Einmal antrainiert, ist es einfacher als gedacht, in angebrachten Situationen Nein zu sagen. Mit der Zeit wird Ihnen das immer einfacher fallen!

Sind Sie ein „Ja-Sager“ oder haben Kollegen von diesem Typus? Wir würden uns freuen, wenn Sie diesen Artikel um einen Kommentar bereichern!

 

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Skizze eines Büros mit Schreibtischen

Gut fürs Arbeitsklima: Die richtige Planung des Büros

Großraum oder einzelne Büros? Ruhezonen – ja oder nein? Bei der Büroplanung sind zahlreiche Aspekte zu bedenken, die Gestaltung der Büroräume hat einen direkten Einfluss auf die Zufriedenheit der Angestellten. Wir sagen, worauf Sie achten sollten.

Was bringt ein Großraumbüro?

Großraumbüros haben einen großen Vorteil: Die Wege zum Kollegen sind kurz. Eine fehlende Info ist flink besorgt, ein Dokument schnell abgeholt. Werden Projektteams immer wieder neu zusammengestellt, können sie sich im Großraum auch rasch neu durchmischen und sortieren.

Der große Nachteil ist eine ständige Belastung durch Lärm. Jedes Gespräch, jedes Telefonat, jede Benutzung des Druckers macht den anderen im Büro zu schaffen, die Konzentrationsfähigkeit leidet. Weitere Mängel im Großraumbüro können schlechte Luft und zu hohe beziehungsweise zu niedrige Raumtemperaturen sein. Studien belegen übrigens: Je kleiner das Großraumbüro, desto zufriedener die Mitarbeiter. Und je zufriedener die Mitarbeiter, desto höher ihre Produktivität. Forscher schätzen, dass allein eine gelungene Bürogestaltung die Leistung der Mitarbeiter um mehr als ein Drittel steigern kann.

Ruhezonen zum Durchatmen

Bleiben wir einen Moment beim Thema Großraumbüro: Wie geschildert, zerrt der fast pausenlos hohe Geräuschpegel an den Nerven der Mitarbeiter. Als probates Mittel gegen zu viel Krach haben sich Ruhezonen bewährt. Beispielsweise ein Raum, in dem laute Unterhaltungen und Telefonieren untersagt sind. Hier können Mitarbeiter in der Pause durchatmen und sich erholen.

Mobiliar modular

Ganz wichtig bei der Büroausstattung ist die Einrichtung. Ideal ist eine Einrichtung mit Modulen – sie lassen sich perfekt miteinander kombinieren und einfach erweitern. Achten Sie auch auf ergonomische Gesichtspunkte – die Rücken Ihrer Mitarbeiter werden es Ihnen danken.

Ein Hoch auf die Gemütlichkeit

Ganz so heimelig wie die eigenen vier Wände kann ein Büro natürlich nicht sein, aber: Eine gewisse Gemütlichkeit der Räume – beispielsweise geschaffen durch Pflanzen, Bilder oder eine Lounge-Ecke – trägt ebenfalls zum Wohlbefinden der Mitarbeiter bei, fördert die Kommunikation untereinander. Und das wiederum ist gut für die Kreativität und Leistungsbereitschaft.

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Gruppe von Mitarbeitern mit einem Rollstuhlfahrer

Job-Hebel für Menschen mit Handicap: Die Schwerbehindertenabgabe

Ob Start-up, mittelständisches Unternehmen oder Konzern: Firmen sollen auch Schwerbehinderte beschäftigen, denn Menschen mit einer schweren Behinderung haben es auf dem Arbeitsmarkt schwer. Unternehmen ab einer bestimmten Größe sind deshalb verpflichtet, eine bestimmte Anzahl Schwerbehinderter einzustellen. Wird diese Pflichtbeschäftigungsquote nicht erreicht, muss das Unternehmen eine Ausgleichs- oder Schwerbehindertenabgabe zahlen.

Pflichtbeschäftigung nach dem Sozialgesetzbuch

Ein Mensch gilt als schwerbehindert, wenn einen anerkannten Grad der Behinderung von mehr als 50 Prozent hat. Im Neunten Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB IX) ist festgeschrieben, dass Unternehmen ab einer bestimmten Mitarbeitergröße eine bestimmte Anzahl von Schwerbehinderten einstellen müssen.

Diese Pflichtbeschäftigungsquote gilt ab einer Anzahl von 20 bis 39 Mitarbeitern (Jahresdurchschnitt der Mitarbeiteranzahl): Unternehmen mit dieser Mitarbeiteranzahl müssen mindesten einen schwerbehinderten Menschen beschäftigen.

Bei 40 bis 59 Mitarbeitern sind zwei Menschen mit schwerer Behinderung zu beschäftigen. Arbeitgeber mit mehr als 60 Mitarbeitern müssen fünf Prozent ihrer Arbeitsstellen mit Schwerbehinderten besetzen.

Bei Firmen mit vielen Filialen zählt die Gesamtanzahl aller Mitarbeiter.

Schwerbehindertenabgabe bei Nichterfüllung

Wenn ein Unternehmen die Beschäftigungsquote von Schwerbehinderten nicht erfüllen kann oder will, geht es ans Geld: Für jeden nicht besetzten Arbeitsplatz ist nach Paragraph 77 Absatz 1 SGB IX eine Schwerbehindertenabgabe fällig, auch Ausgleichsabgabe genannt. Die Höhe der Abgabe richtet sich nach der Anzahl der nicht besetzten Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen.

Firmen mit mindestens 20 und weniger als 40 Arbeitsplätzen im Jahr zahlen für den von ihnen nicht besetzten Pflichtarbeitsplatz monatlich 125 Euro.

Unternehmen mit einer Belegschaft zwischen 40 und 59 Mitarbeitern sind mit 220 Euro dabei. Wenn einer der beiden Arbeitsplätze besetzt ist, sind noch 125 Euro zu zahlen.

Betriebe mit 60 und mehr Mitarbeitern zahlen bei einer Schwerbehinderten-Quote von weniger als zwei Prozent monatlich 320 Euro. Liegt die Quote zwischen zwei und drei Prozent, sind es 220 Euro. Bei einer Beschäftigungsquote zwischen drei und fünf Prozent wird eine Schwerbehindertenabgabe von 125 Euro berechnet.

Diese Ausgleichsabgabe geht für das jeweils vorangegangene Jahr an die zuständigen Integrationsämter. Das mit der Schwerbehindertenabgabe eingesammelte Geld wird ausschließlich für die Hilfe und Förderung schwerbehinderter Menschen im Arbeitsleben eingesetzt.

 

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Laptop und Landkarte für Bewerbung im Ausland

Im Ausland bewerben – darauf sollten Sie achten

Wer statt in Deutschland lieber in Frankreich, Großbritannien, Spanien oder der Schweiz arbeiten will, der muss sich nicht nur auf eine andere Sprache gefasst machen, sondern auch auf ein anderes Arbeitsumfeld.

Gerüchte gibt es viele. Aber streiken die Franzosen wirklich so leidenschaftlich? Sind die Briten wirklich so höflich und machen die Spanier immer Siesta? Der Schritt ins Ausland ist ein Wagnis aber auch eine unheimliche Bereicherung im Leben und natürlich letztendlich auch für den Lebenslauf und die Karriere.

Andere Länder, andere Bewerbungen

Wer sich im Ausland bewerben möchte, muss seinen Lebenslauf und sein Bewerbungsschreiben ein wenig an die hiesigen Gepflogenheiten anpassen. Ein durch und durch perfekter Lebenslauf in Deutschland kann schon in Luxemburg oder Belgien auf verwundertes Stirnrunzeln stoßen.

Freilich sind die Unterschiede nicht so groß, wie zum Beispiel zwischen Europa und den USA. Aber dennoch gilt es einiges zu beachten. Wählen Sie zunächst eine Sprache. In der Schweiz kann das Deutsch aber auch Französisch oder Englisch sein. In Italien muss sicherlich italienisch geschrieben werden, wenn man beachtet werden will. Für Positionen, bei denen perfektes Englisch gefordert wird, könnte aber auch ein englisches Anschreiben einen guten Eindruck machen.

Bei Bewerbungen in Richtung USA, Kanada oder Australien ist es zum Beispiel nicht üblich, ein Foto beizufügen. Dies hat rechtliche Gründe. In den USA darf eine Bewerbung mit Foto nicht berücksichtigt werden, weil sie nicht den Anti-Diskriminierungsregeln entspricht.

Während in manchen (auch europäischen Ländern) das Angeben von Karrierezielen üblich ist, wird dies in anderen Ländern eher als merkwürdig betrachtet. Jeder sollte sich also vor dem Bewerben unbedingt konkret Beispiele für Bewerbungsschreiben und Lebensläufe aus dem entsprechenden Land ansehen.

Abenteuer und Karriereschub

Ein Jahr im Ausland – oder gar ein ganzer Karriereabschnitt – kann ein enormer „Booster“ sein, wenn man irgendwann zurück nach Hause kommt oder sich weltweit weiter bewerben möchte. Die Landessprache, die man zwangsläufig im Ausland lernen muss, um sich in einen Job einzufügen, stellt für den Rest des Lebens einen enormen Vorteil und ein Plus im Lebenslauf dar.

Es lohnt sich, in dem Land, für das man sich interessiert, nach Unternehmen und Organisationen Ausschau zu halten, die eine internationale Ausrichtung haben oder gegebenenfalls sogar gute Beziehungen zu Deutschland oder deutschen Unternehmen haben. Dort ist die Wahrscheinlichkeit besonders hoch, dass deutsche Fachkräfte gesucht und eingestellt werden.

Der Schritt ins Ausland ist im Allgemeinen ein Abenteuer. Es kann spannend sein, sich eine Wohnung in einer fremden Stadt zu suchen, sich anzumelden, einen Telefonanschluss zu besorgen, die öffentlichen Verkehrsmittel kennen zu lernen und sich schließlich an fremde Lebensmittel und Bräuche zu gewöhnen.

Haben Sie bereits Berufserfahrung im Ausland gesammelt und Unterschiede im Bewerbungsprozess beobachtet? Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn Sie diese in den Kommentaren mit uns teilen!

 

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