Office-Trend 2013: das Ende des PC?

Office-Trend 2013

Der IT-Markt befindet sich im Umbruch. Nicht nur Windows 8 mit seiner optionalen Touch-Steuerung trägt dazu bei, dass der Markt kräftig in Bewegung gerät. Zuerst haben die Notebooks den PC von vielen Schreibtischen verdrängt, jetzt geht’s den praktischen Tragbaren selbst an den Kragen. Immer leistungsfähigere Smartphones und Tablet PCs laufen ihnen den Rang ab. Ist das Ende des klassischen PC gekommen?

Statt Pessimismus ein paar Zeilen Statistik

Die großen Hersteller auf dem PC-Markt haben ein Problem: Der Verkauf von Tablet-PCs zieht an, während der Markt für Notebook- und Desktopgeräte rasant schrumpft. Allein hierzulande legte nach Angaben des Branchenverbands Bitkom der Absatz von Tablets im Jahr 2011 um satte 162 Prozent auf 2,1 Millionen Geräte zu, während bei den Notebooks die Verkaufszahlen im Privatsegment um 15 Prozent einbrachen.

Statistik Post-PC Ära - Weltweiter Absatz von PCs, Smartphones und Tablets von 2010 bis 2016

Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlicher Natur:

  • -Der fehlende Aufrüstzwang: Noch vor einigen Jahren mussten PC-Nutzer in regelmäßigen Abständen Komponenten oder gleich ganz neue Rechner anschaffen, da die Technik schnell veraltete. Heute laufen die meisten Anwendungen – 3D-Spiele und professionelle Foto- und Videobearbeitung außen vor gelassen –auch auf betagten PCs wunderbar.
  • Nennenswerte Innovationen, die zum Neukauf animieren, gibt es kaum noch. Selbst Einsteigermodelle haben heute leistungsfähige Grafikkarten, guten Sound, TV-Tuner etc.
  • Und dann gibt es seit zwei Jahren so ein neues Ding, das fast so viel kann wie ein ausgewachsener PC.  Mit ihm kann man es sich aber beim Surfen herrlich auf dem Sofa bequem machen, die Bedienung setzt zudem neue Maßstäbe. Die Rede ist von Apples iPad.  Bei der Vorstellung durch Steve Jobs wurde es von manchen Experten noch müde belächelt. Doch inzwischen zeigt sich, dass es ziemlich genau die Bedürfnisse vieler Menschen bedient: Kompakt, mobil, unkompliziert. Die einfache Handhabung erschließt zudem neue Käufergruppen. Ältere Menschen etwa, denen Computer bislang zu kompliziert waren. Die Fingersteuerung erfolgt intuitiv und auch die Spracherkennung wird immer besser. Dazu kommen die recht attraktiven Preise, die insbesondere in Schwellenländern für Verkaufserfolge sorgen.

Kurzum: Seit der Einführung 2010 haben Tablets die Branche vollkommen auf den Kopf gestellt. 2012 sollen Marktanalysen zufolge bereits weltweit 110 Millionen Stück über die Ladentheken wandern, mehr als doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Und ein Ende des Booms ist nicht abzusehen. Denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Apple hat zwar noch die Nase vorn, Amazon, Microsoft und vor allem Google versuchen, mit neuen Konzepten und günstigen Produkten am Thron zu wackeln. Die asiatische Marktforschungsfirma Digitimes Research erwartet weltweite Tablet- Lieferungen von 210 Millionen Stück im Jahr 2013, wieder 38 Prozent mehr als im Jahr 2012. Damit wird die Zahl der verkauften Tablets erstmals die der Notebooks übertrumpfen.

BITKOM Statistik - Tablet Absatz 2010 bis 2012

Aber zum richtigen Arbeiten braucht es doch einen richtigen Bildschirm

Das meine ich und das höre ich auch von vielen Kollegen: Der klassische PC wird nicht ganz verschwinden, aber im Zeitalter des mobilen Arbeitens neben Smartphone und Tablet PC eine neue Nische einnehmen. Vor allem am Arbeitsplatz wird er dank großer Bildschirme und hoher Rechenleistung weiter seine Berechtigung haben – im Privatbereich wird er über kurz oder lang keine große Rolle mehr spielen.


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Kommentare
One Response to “Office-Trend 2013: das Ende des PC?”
  1. Steve sagt:

    Ich kann dem Fazit des Artikels grundsätzlich nur zustimmen.

    Ich denke, dass in beruflicher Hinsicht, der PC mittelfristig nicht abgelöst wird. Wer im Privaten kaum tippt oder speziellen Arbeiten am PC nachgeht, wird früher oder später auf ein Tablet zurückgreifen. Wenn der PC auch privat unverzichtbar ist, ist mein Eindruck, dass der Trend aber trotz dessen zum Tablet als Zweitgerät geht.

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