Das Büro der Zukunft

Büro der Zukunft

In den letzten Tagen habe ich mich gefragt, wie wohl in einigen Jahren unser Büroalltag aussehen mag. Auslöser dafür war ein Newsletter meiner OTTO Office-Kollegen aus Frankreich, auf den ich im Laufe dieses Posts noch eingehen werde. Werden wir Büroarbeiter in Zukunft alle räumlich mobil, zeitlich flexibel und zu jeder Tag- und Nachtzeit verfügbar sein müssen? Und wie könnte der dazu passende Arbeitsplatz aussehen?

Desk-Sharing und Wohlfühlräume

In einer aktuellen Studie von KYOCERA MITA Deutschland und dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation wurden Experten aus verschiedenen Bereichen und Anwender zum Thema „Bürowelten der Zukunft“ befragt. Dabei kamen interessante Ergebnisse heraus: Arbeit wird nicht mehr an einen festen Ort gebunden sein, sondern von der ganzen Welt aus stattfinden können. Die Arbeitszeitmodelle der Zukunft richten sich am individuell unterschiedlichen Arbeitsrhythmus des Einzelnen aus. Die Technik der Zukunft ist intelligent, vernetzbar und designorientiert. Unternehmen werden in allen Bereichen Wert auf ressourcen- und energieneutrales Wirtschaften legen müssen.

Zumindest theoretisch brauchen Mitarbeiter eines Unternehmens ein Büro künftig nur noch für persönliche Treffen mit Kunden oder Kollegen, denn ihre Arbeit ist nicht notwendig ortsgebunden. Dadurch könnte das moderne Büro zum Treffpunkt und Kommunikationszentrum werden. Wer beruflich viel unterwegs ist, wird im Büro keinen festen Platz mehr haben, sondern dort arbeiten müssen, wo gerade Platz ist – „Desk-Sharing“ heißt das Konzept. Bis zu einem Drittel der Büroflächen ließen sich so einsparen, haben Experten ausgerechnet. So entstehen neue Konzepte der Büronutzung, etwa wenn mehrere Unternehmen gemeinsam ein Gebäude mieten. Damit sich die Mitarbeiter trotzdem wohl fühlen, müssen Büroraumplaner eine angenehme Atmosphäre schaffen, zum Beispiel durch freundliche Farben oder Pflanzen. Auch große Räume als Treffpunkt werden eine immer wichtigere Rolle spielen, denn für Mitarbeiter, die einen Großteil ihrer Arbeit zu Hause oder unterwegs erledigen, ist es essenziell, den Kontakt zu den Kollegen zu pflegen.

Technik, die begeistert

Bereits seit einigen Jahren gibt es mobile „Mood Walls“, mit denen in Wände nachträglich Technik, Licht oder Duftmaschinen eingebaut werden können. Je nach Einsatzort fallen die „Stimmungswände“ in Farbe, Material und Design unterschiedlich aus, können etwa als Flip Charts oder Projektionsfläche genutzt werden. Der Schreibtisch der Zukunft bietet eine integrierte Medientechnik: Ein Konferenztisch mit großem Multitouchscreen dient den Mitarbeitern als Info-Counter. Alle dort abrufbaren digitalen Daten kann sich der Manager unterwegs auch auf sein Handy laden. Ein etwas skurriler Hightech-Tisch ist bereits auf dem Markt: An ihm kann der Firmenboss mittels Lichtsignal einzelne Konferenz-Teilnehmer zu ihrem Wortbeitrag auffordern – mit grünem Licht. Ein langatmiger Redner kann dagegen mit einem roten Signal gestoppt werden.


Microsoft Office Labs 2019 Vision Montage

Le Supply Cube

Beim Thema Technik komme ich nun zu meinen OTTO Office-Kollegen aus Frankreich. Sie bieten ihren Kunden den „Supply Cube“ an, einen Schrank der sich automatisch wieder auffüllt – zum Beispiel mit Büromaterial. Der „Versorgungswürfel“, der leider in Deutschland nicht erhältlich ist, kann bei OTTO Office France gemietet werden. Der Mietpreis lässt sich im Laufe der Zeit durchaus wieder einsparen. Denn der Würfel checkt durch einen eingebauten Computer jederzeit die darin gelagerte Ware und verschickt automatisch eine Mail, sobald der Bestand knapp wird. So kann die Lagerhaltung optimiert werden. Ein weiterer Vorteil: Um die Schranktür öffnen zu können, muss ein Mitarbeiter sich am eingebauten Computer identifizieren. Das System bietet also eine große Sicherheit, etwa bei der Lagerung von teuren Produkten in der Industrie.

Einen interessante Link zum Thema „Office 21 – das Büro der Zukunft“ habe ich hier gefunden. Die Autoren arbeiten am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart und beschäftigen sich mit der Zukunft der Arbeit und ihrer Implikationen auf die Gestaltung von Organisation, IT-Infrastruktur und Arbeitsraumgestaltung.

Wie stellen Sie sich das Büro der Zukunft vor? Was für technische Gimmicks können Sie sich vorstellen, die die Arbeit erleichtern? Ich freue mich über Ihre Ideen und Ihr Feedback.


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Kommentare
2 Responses to “Das Büro der Zukunft”
  1. Henrik sagt:

    Interessante Informationen! Ich werde mich damit in Zukunft mehr beschaeftigen! Warte auf die naechsten Beitraege!

  2. snowbeat sagt:

    bene war gerade bei dem umbau des microsoft headquarters beteiligt und hat nun einen kleinen projekt bericht veröffentlicht. dabei spielt das konzept des desk-sharing eine wesentliche rolle.
    habe mich selbst auch noch nicht sehr intensiv mit dem thema auseinandergesetzt aber mir gefällt was ich hier lese.

    zwei weiterführende links für interessierte:
    microsoft projektbericht:
    http://bene.com/bueromoebel/das-neue-arbeiten-bei-microsoft-oesterreich-high-potential/

    allgemeines zum konzept von desksharing
    http://bene.com/bueromoebel/das-buero-ist-tot%E2%80%93es-lebe-das-buero/

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