E-Mail made in Germany (Teil 2): Fünf E-Mail-Anbieter im Kurz-Check

deutsche E-Mail-Anbieter

Deutsche E-Mail-Anbieter sind zurzeit angesagt: Hohe Datenschutzstandards versprechen eine höhere Sicherheit als bei der US-Konkurrenz wie Google, Hotmail & Co. Doch deutsche E-Mail-Dienste unterscheiden sich in punkto Funktionalität mitunter deutlich. Für eine bessere Orientierung habe ich fünf große Anbieter unter die Lupe genommen.

 

Platz 1: 1&1 Freemail

Das ist gut: An den reinen E-Mail-Funktionen gibt es wenig auszusetzen. Um ein überfülltes Postfach müssen sich 1&1-Nutzer lange Zeit keine Sorgen machen, 1 Gigabyte reichen locker, um nicht alle paar Wochen aufräumen zu müssen.

Ebenfalls klasse: Dateianhänge dürfen bis zu 100 Megabyte groß sein. Apps stehen für alle gängigen Smartphone-Betriebssysteme zum Herunterladen bereit.

 

Das ist nicht so gut: Zwar stehen Nutzern zehn Gigabyte Speicherplatz auf einer Internet-Festplatte (Cloud) zur Verfügung, aber eine der wohl nützlichsten Cloud-Funktionen fehlt: Die in der 1&1-Cloud gespeicherten Daten lassen sich nicht mit anderen teilen.

Zudem sieht es bei den Extras eher mau aus: So lassen sich weder SMS- noch Faxe übers 1&1-Postfach versenden. Vor allem aber muss man 1&1-Kunde (etwa Handy oder DSL) sein, um hier ein Postfach eröffnen zu dürfen.

Infos: www.1und1.de

 

Platz 2: T-Online

Das ist gut: T-Online bietet ein Gigabyte Speicherplatz für E-Mails, dazu packt der rosa Riese 25 Gigabyte Cloud-Speicher dazu. 32 Megabyte für Speicheranhänge sind überdurchschnittlich, und durch IMAP-Unterstützung bleiben alle Nachrichten stets abrufbar.

 

Das ist nicht so gut: Der Dienst löscht Nachrichten automatisch nach 90 Tagen, so können wichtige E-Mails verloren gehen. Werbung nervt im Portal und in E-Mails, außerdem bietet T-Online nur eine Mail-App fürs iPhone an.

Infos: www.email.t-online.de

 

Platz 3: Freenet

Das ist gut: Für den mobilen Abruf ist Freenet gut aufgestellt. Es gibt Apps für iPhone, Android- oder Windows-Phone, alternativ dient Microsofts Active Sync zum E-Mail-Abgleich für unterwegs.

Ebenfalls ganz nett ist die Integration von Facebook, wodurch neue Meldungen, Pinnwandeinträge, Freundesanfragen usw. direkt im Postfach auftauchen. Ein Gigabyte Speicher und 60 Gigabyte große Dateianhänge sind voll in Ordnung, IMAP wird ebenso unterstützt.

 

Das ist nicht so gut: Sowohl im Portal als auch in versendeten Nachrichten ist Werbung enthalten.

Infos: http://email.freenet.de

 

Platz 4: GMX

Das ist gut: Auch bei GMX gibt es 1 Gigabyte Speicherplatz für E-Mails – für Otto-Normalverbraucher mehr als ausreichend. Ebenfalls gut: Genau wie bei 1&1 werden E-Mails unbegrenzt gespeichert. Apps gibt es für Android & iPhone. Die maximale Größe von 20 Megabyte für Dateianhänge ist hingegen nur durchschnittlich.

 

Das ist nicht so gut: E-Mails lassen sich über das POP3-Protokoll nur alle 60 Sekunden abrufen, zudem unterstützt GMX kein IMAP. Das nervt, wenn man seine E-Mails per Smartphone und PC abrufen will. Denn bereits abgerufene Nachrichten verschwinden aus dem Server-Postfach.

Infos: www.gmx.net

 

Platz 5: Web.de

Das ist gut: Web.de hat wenig herausragende Funktionen. Immerhin bietet der Dienst viele Extras wie Fax- und SMS-Versand, die Bedienung ist auch in Ordnung.

 

Das ist nicht so gut: Standardmäßig bekommen Nutzer von Freemail nur 12 Megabyte Speicherplatz. Nur wer ein Browser-Plugin herunterlädt, bekommt ein Gigabyte. IMAP wird offiziell nicht unterstützt, klappt aber bei manchen trotzdem. Wer über POP3 seine Nachrichten abruft, kann das nur alle 15 Minuten. Und: Dateianhänge dürfen maximal vier Megabyte groß sein, das ist mitunter sogar für ein digitales Foto zu wenig.

Infos: www.web.de


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