Flexible Displays: Was bringt der Smartphone-Trend?

Flexible Displays sind der neueste Smartphone Trend

Warum ist das Smartphone krumm? Samsung und LG setzen bereits auf gekrümmte Displays, angeblich soll auch das iPhone 6 die Kurve kriegen. Und auch einige Fernsehhersteller machen krumme Dinger. Was hat es mit dem Trend auf sich?

Um Kunden zu ködern, müssen sich Hersteller ständig etwas Neues einfallen lassen. 2014 könnte das Jahr der gebogenen Displays werden, LG und Samsung sind hier die Vorreiter. Ich hatte die Gelegenheit, sowohl das Samsung Galaxy Round mit seinem Youm Display als auch das LG Flex eine Weile auszuprobieren.

 

Warum die Biege?

Was zunächst auffällt: Die Philosophie der optimalen Biegung ist verschieden. Während das Round entlang der Längsachse gebogen ist, weist das Flex eine Krümmung entlang der Querachse auf. Samsung begründet seine Linie damit, dass das Smartphone so besser in der Hand liegen  und sich den Gesichtskonturen anpassen soll. LG verweist hingegen darauf, dass Mikrofon und Lautsprecher so ergonomischer liegen. Einig sind sich die Asiaten darin, dass flexible Displays generell einen Vorteil darstellen. Denn durch die leicht konkave Gestaltung befände sich die gesamte Bildschirmfläche im gleichen Abstand zu den Augen des Sehers, was besseren Sehkomfort verspricht.

Samsung Galaxy Round

Beim Samsung Galaxy Round fällt sofort auf, dass das Schutzglas fehlt und so der Bildschirminhalt „näher“ an der Oberfläche zu sein scheint. Ebenfalls vorteilhaft ist die matte Oberfläche, die im Zusammenspiel mit der Krümmung Reflexionen nahezu vollkommen verschwinden lässt. Das macht sich gerade in Räumen mit künstlichen Lichtquellen bemerkbar. Darüber hinaus sind Farben und Kontrast sehr knackig, was aber auch der OLED-Technik des Displays geschuldet ist. Weitere Vorteile durch die Biegung: Das Riesen-Smartphone, immerhin mit einem 5,7 Zoll-Display (14,5 Zentimeter) bestückt, lässt sich noch ordentlich mit einer Hand bedienen.

LG Flex

Beim LG Flex sind ähnliche Phänomene zu beobachten. Die Krümmung sorgt auch hier für weniger Reflexionen und eine Art räumlichen Effekt. Abseits der unbestreitbaren Vorteile ist es aber auch Geschmacksache, ob einem das Bild gefällt. Gerade bei Texten, etwa auf Internetseiten, ist es zumindest gewöhnungsbedürftig, bei Videos und Fotos dagegen in Ordnung.

Ob die krummen Dinger 2014 ein Verkaufsschlager werden? Dies gilt abzuwarten.

 


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